Pforzheim/Stuttgart. Während die Blickfang-Designmesse vom 14. bis 16. März die Landeshauptstadt in einen Hotspot für unabhängiges Design verwandelt, präsentiert sich dort auch bemerkenswerte Designkompetenz aus der traditionsreichen Goldstadt Pforzheim. Die Schmuckmetropole, mit ihrer über 250-jährigen Geschichte in der Schmuck- und Uhrenindustrie, beweist eindrucksvoll: Hier verbinden sich Tradition und Moderne zu zeitgemäßem Design auf höchstem Niveau.
Die Klara-Blau-Upcycling-Philosophie: Sophia Mohr
Wenn kreative Identität auf handwerkliches Können trifft, entstehen Schmuckstücke, die weit mehr sind als nur dekorative Accessoires. Das junge Label aus Pforzheim, gegründet von Sophia Mohr in der Westlichen Karl-Friedrichstraße, verbindet ihren zweiten Vornamen mit ihrer charakteristischen blauen Haarfarbe zu einer unverwechselbaren Markenidentität. Besonders bemerkenswert ist der konsequente Nachhaltigkeitsansatz: Jedes Schmuckstück wird aus recycelten Materialien unter fairen Bedingungen in Deutschland gefertigt. Sophia Mohr setzt dabei auf geschlechter- und altersunabhängige Designs, die die persönliche Ausdrucksweise ihrer Kundschaft in den Mittelpunkt stellen. Symbolische Initialen:
Jasmina Jovy
Im historischen Kollmar & Jourdan Haus hat Jasmina Jovy einen kreativen Kosmos geschaffen, in dem außergewöhnliche Schmuckstücke entstehen. Aufgewachsen in der Goldschmiedewerkstatt ihrer Mutter und mit fundierter Ausbildung im Grafikdesign- und Schmuckbereich, hat sie eine unverwechselbare Formensprache entwickelt, die in jeder ihrer Kollektionen zum Ausdruck kommt.

In ihrem Atelier das gleichzeitig Werkstatt, Designbüro und Showroom ist, arbeitet Jasmina Jovy eng mit regionalen Partnern zusammen. Hier entstehen Meisterwerke aus hochwertigen Materialien wie recyceltem Gold und GIA-zertifizierten Diamanten, die höchsten Ansprüchen an Nachhaltigkeit und ethische Produktion genügen. Ein Highlight ihres Schaffens ist die ID Kollektion – personalisierbare Schmuckstücke, bei denen Jasmina Jovy aus den Initialien ihrer Kunden individuelle Symbole entwickelt und diese in minimalistisches Design und raffinierte Grafiken integriert.
Vom Recycling zum Ringfinger: Marleen Hecker
Im Herzen der Goldstadt Pforzheim, in der Karolingerstraße, hat Marleen Hecker mit studio panama einen Ort geschaffen, an dem traditionelle Goldschmiedekunst und modernes Design auf nachhaltige Produktionsmethoden treffen. Als Absolventin mit Bachelor of Arts in Schmuck und Gestaltung der Alltagskultur verbindet sie handwerkliches Können mit zeitgemäßer Formensprache.

Das Studio setzt konsequent auf faire, ressourcenschonende Fertigung: Ausschließlich recyceltes Silber und recyceltes Gold für Plattierungen kommen zum Einsatz – ein Statement für verantwortungsbewusstes Handeln in einer Branche. Besonders bemerkenswert: Bei studio panama haben Kunden die Möglichkeit, die Fertigung hautnah zu erleben und sich von der Qualität und Liebe zum Detail zu überzeugen, die in jedes einzelne Stück einfließt.
Die Messe findet in der Liederhalle Stuttgart statt. Öffnungszeiten: 14. März 12 bis 20 Uhr, 15. März 11 bis 19 Uhr, 16. März 11 bis 18 Uhr. Die Tageskarte kostet 14 (ermäßigt 12) Euro. Kinder bis 14 Jahre sind frei.

