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Der Blick vom Belvedere – mit einer Skulptur von Tony Cragg im Vordergrund, schweift in den Skulpturengarten.  Foto: Würth 
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Star-Architekt David Chipperfield hat das neue, rund 39 Millionen teure Museum Würth 2 in Künzelsau entworfen. Seit Sonntag ist es bei freiem Eintritt geöffnet.  Foto: Simon Menges 

Die Krönung eines Lebenswerks: Carmen Würth Forum in Künzelsau ist eröffnet

Künzelsau. Der von David Chipperfield Architects entworfene Erweiterungsbau für das Kultur- und Kongresszentrum Carmen Würth Forum in Künzelsau ist fertiggestellt. Der neue Gebäudeflügel ergänzt den Kammermusiksaal und den Großen Saal auf 5500 Quadratmetern Gesamtfläche um einen Konferenzbereich und ein Kunstmuseum mit Café und Foyer. Es zeigt Hauptwerke der Moderne und Gegenwart der Sammlung Würth. Die Adolf Würth GmbH investierte rund 39 Millionen Euro in den Anbau. Mit über fünf Meter hohen Räumen bietet das Museum Würth 2 nun die würdige Umgebung für Glanzstücke der zeitgenössischen und modernen Kunst der Sammlung Würth.

Mit dem neuen Haus wurde das Anliegen des Unternehmers und Sammlers Reinhold Würth verwirklicht, einen Ort zu schaffen, an dem die Meisterwerke der Künstler des ausgehenden 19., des 20. und 21. Jahrhunderts dauerhaft gezeigt werden können, analog zur Dauerpräsentation der Alten Meister der Sammlung Würth in der Schwäbisch Haller Johanniterkirche.

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Bildergalerie

Carmen Würth Forum in Künzelsau eröffnet

Die Sammlung Würth umspannt inzwischen rund 18 300 Werke aus rund fünf Jahrhunderten, die der Unternehmer im Verlauf von fast 50 Jahren zusammengetragen hat.

Eine Decke mit mattierten Gläsern sorgt für wechselnde Beleuchtungsstimmungen. Über ein verglastes Belvedere ermöglicht das Museum Blicke in die Weite der hohenlohischen Landschaft und in den erweiterten Skulpturengarten rund um das Carmen Würth Forum mit Arbeiten international renommierter Bildhauer von Niki de Saint Phalle bis Tony Cragg. Im Kabinett im Untergeschoss haben kleinere Formate und lichtempfindliche Arbeiten Quartier bezogen.

Ein Innenhof mit viel Grün, um den ein Kunstshop und das Café „Atrium“ gruppiert sind, verbindet Museum und Konferenzbereich. Der neue Tagungsbereich umfasst elf kombinierbare Räume für bis zu 700 Personen. „Mit dem zweiten Bauabschnitt vollenden wir das Carmen Würth Forum und Reinhold Würths Vision für ein Gebäude, das ein Ort des Zusammenkommens ist, und eine Geste an die Mitarbeiter von Würth“, sagt Architekt David Chipperfield. Es sei ein Symbol für ihre Gemeinschaft über den Arbeitsplatz hinaus und „eine Schnittstelle, die zwischen dem Unternehmen und der größeren Gemeinschaft außerhalb vermittelt“.

C. Sylvia Weber, Direktorin der Sammlung Würth betont: „Ich bin sehr glücklich, dass es trotz der doch für die Kultur in den letzten Monaten sehr unübersichtlichen Zeiten gelungen ist, das Museum Würth 2 im Zeitplan einzurichten. Der Weitblick des Sammlers ermöglichte es uns, hier Werke unterschiedlichster Gattungen, Intentionen und Richtungen nicht einfach nur nebeneinanderzustellen, sondern zusammenzubringen. Die vorgestellten Wahlverwandtschaften wie etwa Baselitz und Picasso, Munch und Hockney, Tamayo und Katz, Hartung und Antes stammen von Künstlern unterschiedlicher Nationalitäten, Sprachen und Temperamente. Im Museum Würth 2 haben sie nun in unserem sammlungsimmanenten Kanon eine gemeinsame Heimat gefunden.“ Zur Eröffnung zeigt die Ausstellung „Weitblick. Reinhold Würth und seine Kunst“ mit etwa 150 Spitzenwerken ein Destillat der zeitgenössischen und modernen Kunst in der Sammlung. Besucher treffen dabei auf Klassiker der Sammlung von Georg Baselitz, Max Beckmann, Max Ernst, David Hockney, Anish Kapoor, Anselm Kiefer, Ernst Ludwig Kirchner, Robert Longo, Pablo Picasso und Gerhard Richter.

Öffnungszeiten

Das Museum Würth 2, Am Forumsplatz in Künzelsau-Gaisbach, ist täglich 11 von 19 Uhr geöffnet. Besucher können sich von ihrem Smartphone oder von einem Leihgerät mit der Museum Würth 2-App durch die Ausstellung und den Skulpturengarten individuell führen lassen. Der Eintritt ist frei. www.kunst.wuerth.com