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Die Staatliche Kunsthalle Karlsruhe: Geschichte, Sammlung, Auftrag.
Die Staatliche Kunsthalle Karlsruhe: Geschichte, Sammlung, Auftrag © Staatliche Kunsthalle Karlsruhe
Camille Corot, Die Ruhe, 1860, überarbeitet ca. 1865-70, Öl auf Leinwand, 57,8 x 101,6 cm, Corcoran Gallery of Art, Washington, D.C., William A. Clark Collection 26.41.
Camille Corot, Die Ruhe, 1860, überarbeitet ca. 1865-70, Öl auf Leinwand, 57,8 x 101,6 cm, Corcoran Gallery of Art, Washington, D.C., William A. Clark Collection 26.41 © Staatliche Kunsthalle Karlsruhe
Camille Corot, Der See. Nachtstimmung, ca. 1870, Öl auf Leinwand, 55,7 x 81,5 cm, Musée des Beaux-Arts de la Ville de Reims © Foto: C. Devleeschauwer.
Camille Corot, Der See. Nachtstimmung, ca. 1870, Öl auf Leinwand, 55,7 x 81,5 cm, Musée des Beaux-Arts de la Ville de Reims © Foto: C. Devleeschauwer © Staatliche Kunsthalle Karlsruhe
Aneta Grzeszykowska, Untitled Film Still # 22 (Serie: Untitled Film Stills), 2006, C-Print, ca. 20 x 25 cm, Raster Gallery, Warschau © Aneta Grzeszykowska / Courtesy Raster Gallery Warschau.
Aneta Grzeszykowska, Untitled Film Still # 22 (Serie: Untitled Film Stills), 2006, C-Print, ca. 20 x 25 cm, Raster Gallery, Warschau © Aneta Grzeszykowska / Courtesy Raster Gallery Warschau © Staatliche Kunsthalle Karlsruhe
Cindy Sherman, Untitled Film Still #22 (Serie: Untitled Film Stills), 1978, s/w-Fotografie (Bromsilbergelatine/Vintage-Print), 17,4 x 23,9 cm, Museum Folkwang, Essen © Cindy Sherman / Courtesy Sprüth Magers, Berlin/London.
Cindy Sherman, Untitled Film Still #22 (Serie: Untitled Film Stills), 1978, s/w-Fotografie (Bromsilbergelatine/Vintage-Print), 17,4 x 23,9 cm, Museum Folkwang, Essen © Cindy Sherman / Courtesy Sprüth Magers, Berlin/London © Staatliche Kunsthalle Karlsruhe
12.07.2012

Die Staatliche Kunsthalle Karlsruhe: Geschichte, Sammlung, Auftrag

Karlsruhe. Die Staatliche Kunsthalle Karlsruhe versteht sich als Mittlerin zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Im Zentrum stehen nicht nur die Bewahrung des Vermächtnisses mehrerer Jahrhunderte, sondern auch der aktuelle Dialog mit der historischen Sammlung und deren qualitätvolle Erweiterung.

1846 eröffnet, ist die Kunsthalle eines der wenigen, in großen Teilen ihrer alten Substanz und Ausstattung original erhaltenen frühen deutschen Kunstmuseen. Sie verfügt über drei historische Gebäude am Rande des Botanischen Gartens. Im Hauptgebäude und in der Orangerie sind rund 800 Werke vom Spätmittelalter bis zur Gegenwart ständig zu sehen. Dazu kommen drei bis vier Sonderausstellungen pro Jahr. Die Junge Kunsthalle präsentiert Projekte zu Themen speziell für Kinder und Jugendliche.

Im Hauptgebäude und in der Orangerie erwartet den Besucher eine Sammlung mit einer Bandbreite von der Gotik bis zur Gegenwart. Während in der Orangerie die Kunst der Gegenwart seit 1945 zu sehen ist, werden im Hauptgebäude die Gemälde des 15. Jahrhundert bis zur Moderne präsentiert. Schwerpunkte liegen bei der deutschen, der französischen und der niederländischen Malerei. Das Kupferstichkabinett gehört mit rund 90.000 Blättern zu den ältesten Graphiksammlungen Europas. Die Bibliothek umfasst nahezu 150.000 Bände; sie ist eine der vier größten öffentlich zugänglichen Museumsbibliotheken in Süddeutschland.

Zur Staatlichen Kunsthalle Karlsruhe gehört außerdem eines der ältesten Kinder- und Jugendmuseen in Deutschland. Seit 1973 bietet die Kunstvermittlung der Kunsthalle wechselnde Ausstellungen speziell für junge Besucher an – begleitet von einem vielfältigen Angebot museumspädagogischer Aktionen. Das erfolgreiche Konzept des Kindermuseums wird seit dem Frühjahr 2009 unter dem Namen „Junge Kunsthalle“ in der zwischen Hauptgebäude und Orangerie gelegenen, ehemaligen Villa des Gartendirektors weitergeführt. Deutsche Malerei der Spätgotik und Renaissance bildet den kunsthistorischen Ausgangspunkt der Sammlung. Die sechs Tafeln des Meisters der Karlsruher Passion sind eines der raren Zeugnisse für die Blüte spätgotischer Kunst am Oberrhein. Zu den Hauptwerken der altdeutschen Malerei zählen Grünewalds Kreuztragung und Kreuzigung des Tauberbschofsheimer Altares, Bilder von Albrecht Dürer, Hans Baldung Grien und eine Auswahl von Werken Lucas Cranachs. Von besonderem Rang ist auch die Abteilung niederländischer Malerei des 16. bis 18. Jahrhunderts. Die an der französischen Kunst interessierte badische Markgräfin Caroline Luise (1723-1783) legte mit ihren Ankäufen den Grundstock der reichen Bestände französischer Meister des 17. bis 19. Jahrhunderts, zu denen vier Stillleben von Chardin gehören.

Wie in keinem anderen deutschen Museum lassen sich in der Staatlichen Kunsthalle die Leistungen jener Maler studieren, die an der Karlsruher Kunstakademie lehrten oder lernten. Zu ihnen gehörten unter anderem Anselm Feuerbach und Hans Thoma, von denen Hauptwerke zu sehen sind. Gemälde etwa von Caspar David Friedrich und Karl Blechen, Max Liebermann,

Lovis Corinth und Max Slevogt geben einen Überblick über die Malerei der Romantik und des deutschen Impressionismus. Schlüsselpositionen der beginnenden Moderne, Werke von Manet, Cézanne, Monet, Gauguin, Degas und Matisse sind wichtige Bausteine einer Sammlung, die zentrale Positionen der Kunstgeschichte anschaulich machen. Die Sammlung spiegelt mit ihrer Konzentration auf deutsche und französische Werke die wichtigsten Strömungen der Moderne wider. Einen besonderen Schwerpunkt bildet eine Werkgruppe eines Protagonisten der Kunst der 1930er Jahre, Max Ernst. Aber auch Tendenzen wie der deutsche Expressionismus und die Neue Sachlichkeit können in der Kunsthalle Karlsruhe betrachtet werden.

Künstler des 21. Jahrhunderts werden in der Orangerie präsentiert – sofern die Räume nicht für spezielle Sonderausstellungen genutzt werden. In der Kunst nach 1945 dominieren zur Abstraktion tendierende Positionen des Informel und der Farbfeldmalerei, von Karl Otto Götz über Antoni Tàpies bis zu Josef Albers, Palermo und Imi Knoebel.

Staatliche Kunsthalle Karlsruhe

Hans-Thoma-Str.2-6, 76133 Karlsruhe

Tel. 0721 / 926 3359, Fax 0721 / 926 67 88

info@kunsthalle-karlsruhe.de

www.kunsthalle-karlsruhe.de