
Sachte hebt das Luftschiff ab, unter ihm wird der Bodensee zur Miniaturlandschaft: Ein Zeppelinflug ist ein Erlebnis für besondere Anlässe – schon deshalb, weil Passagiere dafür oft mehrere Hundert Euro bezahlen. Doch der hohe Preis hat seinen Grund: Hinter der scheinbar schwerelosen Reise steckt ein enormer technischer und personeller Aufwand. Jürgen Würtz ist einer von nur sieben Zeppelinpiloten und -pilotinnen in Friedrichshafen. Im Interview erzählt der 58-Jährige, wie man ein Luftschiff punktgenau landet, warum es rund um die Uhr betreut werden muss und weshalb ihm sein seltener Beruf nie langweilig wird.
PZ: Herr Würtz, es gibt weniger Zeppelinpiloten als Astronauten. Wie ist es, wenn man einen der seltensten Jobs der Welt hat?
Jürgen Würtz: Besonders ist natürlich, dass es relativ wenige Luftschiffe
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