
- Uta Volz
Pforzheim. Ein junger, gutaussehender Mann mit leicht arrogant verzogenem Mund, den Blick gesenkt, in einer Haartracht und Kleidung, die unverkennbar der Renaissance zuzuordnen sind, ist dem Doppelporträt einer melancholisch blickenden jungen Frau mit typischem Bubikopf der 1920er/30er Jahre gegenübergestellt: Giuliano de Medici, 1478 einem Mordkomplott zum Opfer gefallen, trifft (in einem Porträt von Sandro Botticelli) auf Ira Perrot, die Geliebte von Tamara de Lempicka, von dieser um 1931 gemalt. Die Darstellung im Dreiviertelporträt und die Stimmung der Gemälde ähneln sich, und doch liegen knapp 600 Jahre zwischen ihren Entstehungszeiten
Das Porträt von Giuliano de Medici gab sein Bruder Lorenzo in Auftrag, es ist ein Erinnerungsbild
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