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Til Schweiger als Luke (links) und Matthias Schweighöfer als Theo. Ab Donnerstag läuft „Hot Dog“ in den Kinos, auch im Pforzheimer Cineplex.  Foto: Warner Bros./dpa 

„Hot Dog“: Neuer Film mit Matthias Schweighöfer und Til Schweiger

Bereits vor zehn Jahren waren Til Schweiger und Matthias Schweighöfer gemeinsam auf großer Leinwand zu sehen: im Erfolgsfilm „Keinohrhasen“. Weitere gemeinsame Auftritte in Filmen wie zuletzt in „Vier gegen die Bank“ folgten. Auch wenn die Kritik an Schweiger/Schweighöfer-Projekten meist kaum ein gutes Haar lässt, so stehen die Filme nicht selten für gute Einspielergebnisse an den Kinokassen. Auch „Hot Dog“, der am Donnerstag ins Kino kommt, schielt wieder aufs große Publikum.

Die mit vielen Action-Elementen und nur ein klein wenig Romantik angereicherte Komödie um zwei völlig gegensätzliche Polizeibeamte wartet mit weiteren Schauspielern wie Heino Ferch, Samuel Finzi, André Hennicke und Lisa Tomaschewsky auf. Mit Lilli ist eine der Schweiger-Töchter mit dabei. Regie führte Torsten Künstler (Co-Regisseur von „Der Nanny“ und „Kokowääh 2“).

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Schweighöfer und Schweiger jetzt in "Hot Dog"

Theo (Schweighöfer) hat ein übergroßes Horngestell auf der Nase, ein fotografisches Gedächtnis, galt schon zu Kindergartenzeiten als hochbegabt, war noch nie mit einer Frau im Bett und versieht bei der Polizeieinheit GSG-10 einen langweiligen Sesseljob. Luke (Schweiger) hat einen durchtrainierten Körper, hatte als Vater einen Säufer und Schläger, gilt als Frauenheld und Waffennarr und blickt bei der GSG-10 auf fast genauso viele Abmahnungen wie Einsätze zurück.

Gleich zu Beginn dieser etwas absurden Filmgeschichte finden sich die beiden im Wachdienst des Bundespräsidenten wieder. Sie müssen den Eingang zum Treppenhaus von Schloss Bellevue bewachen. Während Luke strafversetzt wurde, freut sich Theo wie ein kleiner Junge darüber, dass er nun endlich zusammen mit seinem großen Idol Dienst schieben darf. Die Ruhe am Präsidentensitz aber ist schnell perdu, als ebendort die Tochter eines fremden Staatsoberhaupts verschwindet: 16 Millionen an Lösegeld fordern die Entführer. Und ausgerechnet Theo und Luke machen sich daran, Mascha zu befreien.

Leider ist sich das Drehbuch, nicht zu schade dafür, abschnittsweise einen Humor der äußerst pubertären, fast sexistischen Art zu bedienen. Mal geht es um ein Kondom, mal um einen mehr als schalen Witz mit einem Wasser-Eis. Zum Glück aber verfügt der Film über genug Stärken, um diese Missgriffe in die unterste Gag-Schublade auszubügeln.

Da sind zum einen die schön ausgespielten Gegensätze zwischen Theo und Luke, die zu einem der heterogensten Kino-Duos der deutschen Filmgeschichte zusammenwachsen. Da sind aber auch viele andere, kaum erwartbare recht hübsche Momente: die ersten Annäherungen etwa zwischen Theo und Computerexpertin Nicki (in ihrer rührenden Art ziemlich überzeugend: Anne Schäfer) oder das herrliche Spiel von Tim Wilde als GSG-10-Boss kurz vor dem Wahnsinn. Minuspunkte gibt es für die Kamera: Bei der Auswahl der Motive scheint sie sich keinerlei Mühe zu geben, greift stattdessen auf allzu bekannte Berlin-Impressionen zurück.

Man kann den Filmen mit und von Til Schweiger und Matthias Schweighöfer (der „Hot Dog“ mitproduziert hat) so einiges vorhalten. Immer wieder aber gelingt es den beiden, das oftmals mausgraue und teils all zu ernste deutsche Kino mit ein wenig Verve à la Hollywood zu erfrischen. „Hot Dog“ braucht zwar eine Weile, um seine Richtung zu finden, dann aber wird klar, dass es den Machern hier nicht nur um einen weiteren Action-Kracher ging. Dafür ist der Film zu überdreht, ja exaltiert, dafür ist er schließlich auch deutlich zu selbstironisch. Es dauert, bis diese Selbstironie greift, dann aber gebiert sie ein paar wirklich unterhaltsame Szenen.

Und es ist ausgerechnet das so oft kritisierte und zumeist wahrlich nicht sonderlich variantenreiche Mimenspiel des Til Schweiger, das diesmal wunderbar passt. Wunderbar passt zu den staubtrockenen Kommentaren und Witzen, mit denen Luke seinen zart besaiteten Kollegen Theo fast ohne Unterlass piesackt.