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Heavy-Metal-Urgestein Udo Dirkschneider (vorne) mit seiner Band beim Videodreh in Karlsruhe.  Foto: AFM Records 

Metal-Legende lässt es wieder krachen: Neues Album von Ex-Accept-Frontmann Udo Dirkschneider

Solingen/Karlsruhe. Ebenso klar und schnörkellos wie der Sound ist die Botschaft des neuen Albums von Udo Dirkschneider: „Game Over“ heißt das aktuelle Werk seiner Band U.D.O.. Das deutsche Heavy-Metal-Urgestein hat keinen Zweifel, wie es um die Welt bestellt ist: „Wenn die Menschheit in einigen Dingen nicht umdenkt, könnte das drastische Folgen haben.“

Es ist aber nicht nur der weltweite Klimawandel, mit dem er sich auf „Game Over“ beschäftigt. „Die Welt hat zunehmend auch ein Friedensproblem“, sagt der inzwischen 69-jährige Frontmann. Mit Waffen in den Händen von Minderjährigen, Schießereien an Schulen und Kindersoldaten beschäftigt sich deshalb der Song „Kids And Guns“.

„In ,Prophecy‘ geht es darum, dass man heute für Geld so ziemlich alles kaufen kann, auch wenn die Moral auf der Strecke bleibt“, erzählte der ehemalige „Accept“-Frontmann im PZ-Interview beim Videodreh zu dieser Nummer Ende vergangenen Jahres in einem Karlsruher SM-Club. Zu sehen und zu hören ist das Ergebnis seit kurzem auf Youtube. Das Album „Game Over“ wird ist am Freitag, 22. Oktober, erschienen. Geplant war die Veröffentlichung eigentlich schon Anfang des Jahres, wurde coronabedingt aber verschoben.

Musikalisch fügt sich das Album nahtlos ins bisherige Schaffen von Udo Dirkschneider ein – klingt dabei aber gleichermaßen modern. Ein Brett – teils hymnisch („Metal Never Dies“), teils brachial („I See Red“), immer mit treibendem Schlagzeug – an den Drums Dirkschneiders Sohn Sven –, krachenden Gitarren-Riffs und groovenden Bässen. Und natürlich geprägt von der charismatisch rauen, teils schrillen Stimme des Frontmanns. Manche Stücke könnte man problemlos auch auf alten „Accept“-Platten verstecken. Lieblingsstück beim ersten Durchhören: „Fear Detector“, das nach getragenem Intro gleichermaßen rockig wie melodiös ins Rollen kommt und einen als Zuhörer unweigerlich mitreißt.

Sven Bernhagen

Sven Bernhagen

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