
Sonntagmittag, kurz vor halb zwölf: Im Reuchlinhaus füllen sich die Reihen nur zur Hälfte, doch wer den Weg zur Matinee des Pforzheimer Musiksommers findet, bekommt ein Konzert der besonderen Art geboten. Zum ersten Mal widmet sich die Reihe „Silber & Karfunkel“ einem einzigen zeitgenössischen Komponisten: Boris Yoffe, der zwischen deutscher, jüdischer und russischer Kultur zu Hause ist, sitzt selbst im Publikum und gibt zu den gespielten Werken immer wieder kurze Erläuterungen, die den Blick auf ein Schaffen zwischen Welten und ästhetischen Systemen öffnen.
Gleich das Eröffnungslied sorgt für Schmunzeln. Fanie Antonelou, Sopran, und Angela Yoffe am Klavier bringen „Das was nicht da war“ nach einer Vorlage von
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