Stuttgart/Pforzheim. „‘Stuttgart ist die lameste Crowd in Deutschland‘. Puhhh, das ist eine harte Aussage der deutschen Popkünstlerin Nina Chuba, die sie kürzlich in einem Podcast getätigt hat.
Zuvor hatte sie einen Auftritt auf dem ‚Kessel Festival‘ in der Landeshauptstadt. Und es geht noch weiter: Im Verlauf des Audioformats fragt sie sich, ob das ‚einfach so eine süddeutsche Trägheit sei‘ und vergleicht den vorherigen Auftritt in München mit der Show in Stuttgart. ‚Vielleicht kriegt ihr nicht genug Sauerstoff wegen dem Kessel‘, versucht sich Chuba dann die gedrückte Laune zu erklären.
Eine Glosse von PZ-Redakteurin Elisa Hazeldine


Nina Chuba findet Stuttgart «lame» - Gegenwind von Özdemir
Ministerpräsident versucht zu schlichten
Ministerpräsident Cem Özdemir hält dagegen. 'Das kann ich so pauschal nicht bestätigen', sagte der Grünen-Politiker auf Nachfrage der Deutschen Presseagentur (dpa). Er gehe seit Jahren auf Konzerte in der Landeshauptstadt, so Özdemir, und dort sei die Stimmung immer toll und lobenswert. Auch in der Untertürkheimer Kurve beim VfB Stuttgart, in der er laut Informationen der dpa die Spiele verfolgt, sowie beim Handball und beim Frauenvolleyball sei die Stimmung in Stuttgart immer wieder 'krass'. Zu Chubas Theorie, der Stuttgarter Kessel raube den Menschen den Sauerstoff und damit die Tanzlust, wollte Özdemir sich nicht konkret äußern. 'Mit dem Kessel, das ist halt so, da ist halt immer ein paar Grad heißer - wie sich das auswirkt, müssen Sie die Wissenschaftler fragen', sagte er augenzwinkernd. Das liege außerhalb seines Fachgebiets.


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Nina Chuba rudert zurück
'Wir haben euch in Schutz genommen, Stuttgart. Es waren 40 Grad, ihr konntet euch nicht so viel bewegen', sagte die Musikerin am Dienstagmittag in einem Video auf Instagram. Sie liebe alle ihre Fans. 'Auch die, die in Stuttgart wohnen und auch die, die sich nicht so viel bewegen und sich von innen freuen.' Bei ihrer Aussage, dass die Stuttgarter eher zurückhaltend seien, bleibt die Musikerin aber. Sie habe auch schon von anderen Künstlern gehört, dass sich das Stuttgarter Publikum weniger bewege als die Menschen anderswo. Als Künstler nehme man die Masse wahr und könne deswegen unterscheiden, wo es am meisten abgehe, sagte Chuba.


Nina Chuba trägt Schmuck aus Pforzheim in neuem Musikvideo
Auch die Goldstadt hat ihr Fett weg bekommen
Dass die 27-Jährige gut austeilen kann, hat auch Pforzheim schon erleben müssen. Im Vorfeld zu ihrem Auftritt auf dem Straubenhardter Happiness Festival 2023 lästerte sie in einem Video auf Instagram und Tiktok über die ‚hässliche’ Goldstadt. Sie filmte auch den Ausblick aus ihrem Hotelzimmer und Müll, der offensichtlich zur Abholung auf dem Gehweg abgestellt wurde. Mit dem Video erreichte sie damals tausende Menschen, die ihr teilweise auch ordentlich Kontra gaben und Pforzheim in Schutz nahmen. Sogar Ausflugstipps wurden unter dem Beitrag kommentiert.
Liebe Nina: Vielleicht lässt du die Eindrücke das nächste Mal einfach ein bisschen länger auf dich wirken. Denn Pforzheim ist eigentlich gar nicht hässlich, und die Schwaben sind eigentlich auch gar nicht so unmotiviert, wenn es ums Feiern geht. Ich empfehle einen Besuch auf dem Cannstatter Wasen. “



