Mit dem Festival machen die Veranstalter zwar kein Geld, aber dafür anderen eine Riesenfreude.
Paul Hoffer
Kultur
„Panayir“ geht in die zweite Runde: Am Pforzheimer Café Roland wird wieder gemeinsam gefeiert

Pforzheim. Konzerte, Workshops, leckeres Essen und viel Raum für Begegnungen: Am Café Roland ist vom 17. bis 20. September wieder Festival-Zeit. Bei „Panayir“ ist das Programm so vielfältig wie die Idee dahinter.

Vom 17. bis 20. September findet auf dem Vorplatz des Café Roland zum zweiten Mal das Festival „Panayir“ statt. An vier Tagen stehen neun Konzerte sowie sechs Workshops und Mitmach-Angebote auf dem Programm. Der Eintritt ist frei, teilen die Veranstalterinnen Cina Dilber und Melis Kizilarslan mit.

Panayir: Die „Versammlung aller“

Der Name „Panayir“ ist aus dem Griechischen abgeleitet und bedeutet „Versammlung aller“. Entsprechend stehe das Festival im Zeichen von Musik, Begegnung und gemeinsamem Erleben. „Wir haben versucht, spannende, junge und besondere Künstler nach Pforzheim zu holen“, erklärt Dilber mit Blick auf das musikalische Programm, das von Jazz und Folk bis zu psychedelischem Anadolu-Rock reicht.

Selbermachen, Yoga, Tanzen

Dilber und Kizilarslan wollen mit dem Festival Gastfreundschaft, Großzügigkeit und Offenheit zelebrieren. Das Workshop-Programm mache das Festivalgelände zum Labor für alle Generationen, heißt es weiter: Besucher können beim Blaudruck mit Sonnenlicht Pflanzenspuren verewigen, in der Schreibwerkstatt Gedanken sortieren oder in Kooperation mit der Hochschule Taschen zum Leuchten bringen. Neben zeitgenössischer Tanzimprovisation und morgendlichem Yoga bietet das Format „Living Libraries“ Raum für persönliche Gespräche über Herkunft und das Ankommen in Pforzheim. Unterstützt wird „Panayir“ unter anderem von der Werner-Wild-Stiftung, dem Kulturamt und dem Bundesfamilienministerium. Dadurch können sämtliche Konzerte und Mitmach-Angebote ohne Eintritt angeboten werden. Auch kulinarisch hat das Event was zu bieten.

Das Programm:

Donnerstag, 17. September

19:00 Uhr | g.el.u – Deutsch-spanischer Singer-Songwriter-Sound / Pforzheimer Talent

20:00 Uhr | Nuria Noba – Rap, Jazzgesang & atmosphärische Kairo-Beats

Freitag, 18. September

17:00 Uhr | Claudiu Rupa & Ensemble (feat. Elisandra Melián) – Klassische Violine & Sopran ohne Opernhaus-Steifheit

20:00 Uhr | Asmar Nadzhafova Quartett – Moderner, energiegeladener Jazz & ukrainisch-aserbaidschanischer Folk

Samstag, 19. September

17:00 Uhr | Attila Vural – Virtuoser, perkussiver Fingerstyle & Blues auf der Doppelhalshals-Gitarre

18:30 Uhr | CultureTalks × Die Komischen Habibis – Humorvoller Brückenschlag zwischen Orient-Klängen, Oud und Tango

20:00 Uhr | Yarın Dünya – Psychedelischer Anadolu-Rock mit verstärkter Saz und Rhythmen

Sonntag, 20. September

16:00 Uhr | Lilly Löffler Quintett – Moderner, wütend-empfindlicher Jazz der jungen Generation

19:00 Uhr | Jazz am Sonntag – Traditioneller Festival-Abschluss mit Improvisation und Jazz-Standards

Die Workshops:

Donnerstag bis Sonntag

Täglich, 14:00–17:00 Uhr |

Spurensuche in Blau – Kreativer Textil- und Papierdruck mit

Pflanzen (Cyanotypie) / Für alle Generationen

Donnerstag, 17. September

17:00 Uhr | Living Libraries – Niayesh (16) erzählt vom Verlassen der Heimat und Ankommen / Gesprächsrunde

18:00 Uhr | Schreibwerkstatt – Kreatives Handschreiben mit Stift und Papier zur Gedankensortierung

Freitag, 18. September

15:00–17:00 Uhr | Let the Body Speak! – Zeitgenössische Tanzimprovisation ohne Leistungsdruck (Teil 1)

Samstag, 19. September

10:00 Uhr | Yoga mit Chanti – Entspanntes Atmen und Bewegen unter freiem Himmel mit anschließendem Brunch

11:00–13:30 Uhr & 15:00–17:30 Uhr | Bau dir deine leuchtende Tasche – Design trifft Technik für Jugendliche ab

14 Jahren

13:00–15:00 Uhr | Let the Body Speak! – Zeitgenössische Tanzimprovisation ohne Leistungsdruck (Teil 2)

Sonntag, 20. September

10:00 Uhr | Yoga mit Chanti – Entspanntes Atmen und Bewegen unter freiem Himmel mit anschließendem Brunch pm