Pforzheim. Als Finalistin der renommierten Louis Vuitton Accessories Design Graduates Initiative wurde eine Designstudentin der Hochschule Pforzheim zur exklusiven Abschlussrunde nach Paris eingeladen.
Joelle Recktenwald, Bachelorstudentin im Studiengang Industrial Design, erlebte zwei intensive Tage in der Markenwelt des Luxuskonzerns voller Handwerkskunst und Designkultur. Ihr Projekt präsentierte sie vor einer internationalen Jury.
Pforzheim erneut dabei
Für den Wettbewerb, der dieses Jahr zum zweiten Mal stattfand, wählte Louis Vuitton 24 renommierte Designhochschulen aus ganz Europa aus. Die Fakultät für Gestaltung der Hochschule Pforzheim war als einzige deutsche Hochschule erneut dabei. Überzeugen konnte die Fakultät insbesondere mit ihrem interdisziplinären Ansatz in der Lehre.


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Ziel der Initiative ist es, herausragende Nachwuchstalente zu entdecken, denen eine Anstellung bei Louis Vuitton angeboten wird. Die Teilnehmenden waren dazu aufgerufen, eine Tasche zu entwerfen, die Elemente der Markenidentität wie das ikonische Monogramm enthält.
Zwei Tage in der Vuitton-Welt
Mitte April reiste Joelle Recktenwald auf Einladung von Louis Vuitton nach Paris. In einem zweitägigen Programm erhielt sie gemeinsam mit zwölf weiteren Finalisten exklusive Einblicke in die kreative und handwerkliche Welt des Luxuslabels – von der aktuellen LV Dream Exhibition bis zur traditionsreichen Manufaktur in Asnières-sur-Seine. Dort, in der historischen Familienresidenz des Unternehmens, konnten die Teilnehmenden die Museumsräume und die Ateliers besichtigen.


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Von Natur inspirierter Luxus
Am zweiten Tag präsentierte Joelle Recktenwald ihr Designkonzept im Rahmen eines zehnminütigen Pitchs vor einer internationalen Jury, gefolgt von einer kurzen Fragerunde. Ihr Entwurf: eine Tasche in der Form eines Schmetterlings, die wie ihr Vorbild die Flügel zusammenfalten kann und dadurch ein kompakteres Volumen erhält. Die Muster des Schmetterlings sind in geometrische Formen übersetzt, in welche die ikonischen Monogrammelemente von Louis Vuitton integriert sind.


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Besonderes Augenmerk legte Recktenwald auf die Materialwahl: „Ich habe mich mit Alternativen zu tierischem Leder auseinandergesetzt und mich für ein Leder aus Fruchtabfällen entschieden – eine Verbindung zwischen Material und Form, da diese Schmetterlinge auch als Nahrung dienen.“
Die Gewinnerin des Wettbewerbs war Kexin Zhang von der Royal Academy of Fine Arts in Antwerpen.

