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Almut Benkert (Dritte von rechts) und Dorothee Sommer (rechts) vom EMMA-Kreativzentrum freut es, dass die Jury – von links Alexander Schlag, Christiane Nicolaus, Tim  Labenda und Philipp Eberle – drei würdige Gewinner gefunden hat.  Ketterl
Almut Benkert (Dritte von rechts) und Dorothee Sommer (rechts) vom EMMA-Kreativzentrum freut es, dass die Jury – von links Alexander Schlag, Christiane Nicolaus, Tim Labenda und Philipp Eberle – drei würdige Gewinner gefunden hat. Ketterl
29.01.2016

Prominent besetzte Jury kürt im EMMA den ersten „Designer in Residence“

Hörgeräte, die wie ein Schmuckstück gestaltet sind und nicht mehr verschämt versteckt werden, Kleider, Taschen, Hüte aus Textilbeton, großvolumiger Körperschmuck, der sich mit Religion und Aberglaube auseinandersetzt – was wird es werden, mit dem sich er erste „Designer in Residence“ der Goldstadt drei Monate lang beschäftigen wird?

Insgesamt 55 Bewerber rund um den Globus hat die Jury zu beurteilen, um genau den oder die Richtige für dieses ungewöhnliche Design-Stipendium zu finden.

„Es muss jemand sein, der es hundertprozentig will, der mit Leidenschaft und Herzblut dabei ist“, sagt Jury-Mitglied Tim Labenda. Der nicht nur den Zuschauern der TV-Sendung „Fashion Hero“ bekannte Modedesigner ist wie seine Kollegen der prominent besetzen Jury überrascht darüber, wie interdisziplinär die Bewerbungen sind: Da verbinden sich häufiger Idee und Visionen von Mode-, Produkt- und Schmuckdesign zu einer ganz neuen Konzeption. Und da gilt es, nun zu entscheiden: Was ist machbar und innovativ, was hat Zukunftspotenzial und bringt die jungen Designer weiter?

Keine leichte Aufgabe, sind doch die eingereichten Bewerbungsmappen und -objekte höchst unterschiedlich. „Gerade die Industriedesigner haben oft schon eine Idee entwickelt und wollen sie nun umsetzen“, sagt Christiane Nicolaus, Direktorin des Design Centers Baden-Württemberg. Anhand eines Fragenkatalogs haben Labenda und Nicolaus, Schmuckdesigner Philipp Eberle, der unter anderem für das französische Luxuslabel Kenzo entwirft, und Alexander Schlag, Geschäftsführer von yellow design, Schulnoten vergeben – fünf die ist beste, eins die schlechteste. Dann geht’s ins Detail: Drei bis vier Favoriten werden pro Designsparte ausgewählt. „Und dann ist es schön die Vorschläge mit dem jeweiligen Fachmann diskutieren zu können“, sagt Nicolaus. Wer Pforzheims erster Designer in Residence sein wird, das steht erst am Montag fest, müssen doch die Bewerber noch zusagen. Aber in einem sind sich ist sich die Leiterin des Kreativzentrums EMMA, Almut Benkert, sicher: für Pforzheim ist dieses besondere Stipendium auf jeden Fall ein Gewinn, gewinnt doch die Stadt dadurch an Attraktivität – gerade auch bei jungen Menschen.