
- Eckehard Uhlig
Pforzheim. Im Pforzheimer Theater ist was los. Da sind haarsträubende Narreteien zu sehen, durchgeknallte Mimen spielen verrückt. Verballhornt wirbelnde, komisch in die Handlung eingeflochtene Shakespeare-Klassikerzitate sind mit ihren humorigen Wortschnappschüssen nicht nur für Literaturkenner ein Genuss. „Viel Lärm um nichts“, „Hamlet“ oder „Der Kaufmann von Venedig“ in einem Text, eben „Wie es euch gefällt“. Regisseurin Patricia Benecke und Ausstatterin Birgit Stoessel haben mit ihrer Inszenierung von Ken Ludwigs Stück „Shakespeare in Hollywood“ ein kunterbunt kostümiertes Comic-Toben auf die Bühne gebracht, das – jedenfalls in der nahezu ausverkauften Premiere – bei vielen Zuschauern die Lachmuskeln arg strapazierte.
Das von Ludwig konstruierte, in Teilen der Wirklichkeit abgeschaute Handlungsgerüst – sofern man diesen Begriff überhaupt anwenden kann – ist eigenwillig. Der berühmte österreichische Theater-Regisseur und Mitbegründer der Salzburger Festspiele Max Reinhardt,
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