Pforzheim. Spontan gesetzte Farbformen, aufgeklebte, selbstgefertigte Zufallsstrukturen oder auch Ausschnitte aus Zeitschriften bilden den ersten Impuls zu den Arbeiten, die Ute Morof dann Schicht für Schicht malerisch sowie zeichnerisch ergänzt oder überarbeitet.
Die Ausstellung „Bilder“ der Birkenfelder Malerin, die am Sonntag in der Raphaelkirche eröffnet wird, zeigt Arbeiten, die überwiegend in den Jahren 2016 bis 2018 entstanden sind. Sie umfasst Gemälde, Zeichnungen und Collagen sowie Mischformen. „Die Begegnung mit dem Material spielt für mich eine besondere Rolle und drückt sich in der Verwendung verschiedener Materialien und Techniken aus“, erläutert Ute Morof. So finden sich neben Ölgemälden auf Leinwand auch verschiedene Techniken auf Papier.
Der Reiz besteht für die Künstlerin im Reagieren auf das Vorgefundene und dem Nachspüren der dem Bild eigenen Gesetze. So wird Farbe zu Farbe, Form zu Form gesetzt, bis ein stimmiges Ganzes entsteht. „Um dem Ausloten der bildnerischen Möglichkeiten viel Raum zu geben, arbeite ich oft in Variationen, an mehreren Bildern gleichzeitig. So lange, bis sich das Interesse erschöpft oder sich die Parameter ins Gegenteil verkehren“, erklärt Morof.
„Unbetretbare Räume“
Das Thema einer Werkgruppe der „unbetretbaren Räume“ bezieht sich auf den Bildraum. Wo dennoch illusionistische Raumwirkungen entstehen, nimmt sie diese an anderer Stelle zurück. Oft bleiben Teile unbearbeitet, um den offenen und ungegenständlichen Charakter der Bilder zu erhalten, die Fantasie des Betrachters anzuregen und ihm eigene Wege der Wahrnehmung zu ermöglichen.
Ute Morof ist freischaffende Künstlerin mit dem Schwerpunkt Malerei und Zeichnung. Sie studierte Kunst und Kunstgeschichte, arbeitete als Lehrerin und hat ihr Atelier seit 1991 in Birkenfeld.

