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Rosa Lindner, Janine Heckmann und Tahira Ochs (von links) präsentieren vor dem Hintergrund der wolkenartigen Ausstellungsinstallation eigene Schmuckstücke und zwei Rahmen: Während der Weihnachtsgalerie soll es eine Fotobox geben, in der sich Besucher auf Polaroid bannen lassen können. Foto: Meyer
Windlicht: gestaltet im Ausbildungsgang Produktdesign.
Süße Früchtchen: eine filigrane Email-Arbeit.
Totenkopf-Symbolik: inspiriert von der Rock-Band Nirvana.
Alte Techniken: Diese Ohrringe wurden geätzt.
07.12.2018

Schüler entführen ins Nirwana: Goldschmiedeschule lädt zu Weihnachtsgalerie ein

Pforzheim. Ort der Gelassenheit, Wiedergeburt oder Grunge-Rock: Von den vielfältigen Bedeutungen des buddhistischen Schlüsselbegriffs „Nirwana“ haben sich die Schüler des Berufskollegs Design, Schmuck und Gerät inspirieren lassen.

Sie zeigen die Arbeiten im Rahmen der jährlichen Weihnachtsgalerie – eine Verkaufsausstellung, die am Freitag um 19 Uhr eröffnet wird und dieses Wochenende zu sehen ist. Die Schmuckstücke bewegen sich in einer Preisspanne von 20 bis 400 Euro. Traditionell lobt der Inner Wheel Club Nordschwarzwald drei Förderpreise für besondere Leistungen aus, die heute Abend verliehen werden. Sie sind mit insgesamt 1000 Euro dotiert.

Bildergalerie: Goldschmiedeschule lädt zu Weihnachtsgalerie ein

250 Schmuckstücke ausgestellt

Organisiert hat die Weihnachtsgalerie der zweite Jahrgang des Berufskollegs, betreut von den Lehrern Juliane Brandes und Batho Gündra. Beteiligt sind jedoch alle Klassen der Goldschmiedeschule mit Uhrmacherschule. Die Berufsfachschüler und Produktdesigner durften ihre Themen frei wählen. Insgesamt sind etwa 250 Schmuckstücke ausgestellt, ein Großteil davon auf einer aufwendig gestalteten, wolkenartigen Installation. Dafür haben die Schüler Dutzende Luftballons halbiert und verkleistert. Auf eine klassische Modenschau zur Eröffnung wird diesmal verzichtet, die Models präsentieren den Schmuck an verschiedenen Punkten in der Aula.

„Ich habe versucht, die Nirwana-Symbolik und -Paradoxa aufzugreifen, eine Unendlichkeit in meine Schmuckstücke einzuarbeiten“, beschreibt Rosa Lindner ihre in geschwungenen Formen hergestellten Silberbroschen, Ringe und Ohrringe. Der Weg zur Themenfindung sei für sie nicht gerade leicht gewesen.

Zwergzikade als Motiv

Tahira Ochs hat drei mit transparentem, buntem Kunststoff beschichtete Broschen gestaltet. Als Motiv ist eine kleine Zikade der Gattung Nirvana zu sehen, die sie aus Silber gegossen, ausgesägt und gewalzt hat. Ohrringe und Ringe aus Silber und vergoldetem Messing stammen von Janine Heckmann. Um ein stilisiertes Herz hat sie einen drehbaren Ring gelegt. „Ich wollte die Seele, die Wiedergeburt darstellen“, sagt sie.

Neben dem Einsatz von Guss-, Ätz- und Email-Techniken falle neben dem weiter häufigen Gebrauch von Silber auf, dass wieder mehr vergoldet werde, sagt Schulleiter Michael Kiefer. Während sich manche Jungdesigner direkt mit dem Buddhismus beschäftigen und Motive wie Lotusblüten sowie das Rad des Lebens aufgreifen, sind andere Arbeiten eher figürlich oder abstrahiert, setzen sich mit Unendlichkeit auseinander, etwa mit ineinandergreifenden Händen als Symbol.