Stuttgart. Sie sind wieder da, sie tragen düstere Kostüme und sie dürsten nach Blut: Mit der Rückkehr der Kultshow „Tanz der Vampire“ hat der Musical-Spielbetrieb im Stuttgarter Stage Palladium Theater seine coronabedingte Zwangspause beendet. Das Vampir-Stück startete vor rund 1000 Zuschauern (statt möglichen 1800) in die bereits vierte Spielzeit in Stuttgart. Erstmals seit 19 Monaten hob sich damit in Stuttgart wieder der Vorhang. Im November soll dann auch „Aladdin“ wieder auf die Bühne kommen.
Der Graf und sein Gefolge sind unsterblich mit der Landeshauptstadt verbunden – hier feierte das Musical nach dem Hollywooderfolgsfilm von Roman Polanski schon im Jahr 2000 seine Deutschlandpremiere.

„Es ist ein schönes Gefühl, dass das Stück weitergeht“, sagte Kevin Tarte, der den Grafen vor 20 Jahren in Stuttgart spielte, am Premierenabend. „Und dass das Theater wieder lebendig wird mit toten Vampiren.“ Diesmal ist der italienische Schauspieler Filippo Strocchi als Graf von Krolock zu sehen, Diana Schnierer spielt die Sarah. Der in Mühlacker geborene Boris Ritter ist musikalischer Leiter der Produktion.

Die Vampir-Parodie mit den Hits von Jim Steinman und Texten von Michael Kunze verbindet Gänsehaut, Komik und Kostüme. „Tanz der Vampire“, uraufgeführt 1997 in Wien, wurde nach Angaben von Stage Entertainment bereits 9500-Mal in 15 Ländern und 13 Sprachen gespielt.

Das Stück entführt die Zuschauer ins geheimnisumwobene Transsylvanien, wo skurrile Nachtgestalten ihr Unwesen treiben. Der Vampirforscher Professor Abronsius und sein Assistent Alfred suchen dort nach Vampiren, um endlich deren Existenz zu beweisen. Alfred verliebt sich in die schöne Wirtstochter Sarah. Aber auch der Graf von Krolock, Herr über einen Hofstaat von Vampiren, findet Gefallen an dem Mädchen. Er lädt sie zum alljährlichen Mitternachtsball in sein Schloss ein. Dann steigen die Untoten aus den Särgen: Einmal zurücklehnen, genießen und die Hälse frei machen, bitte.

