Kunstprojekt Trafostation Forststraße

Freuen sich über das Kunstprojekt an der Forststraße (von links): Bernd Hagenbuch (SWP), Bürgermeisterin Sibylle Schüssler, Künstler Till Heim und die freie Kuratorin Chris Gerbing.

Foto: Meyer
Kultur
Tiefe und Struktur: Trafostation in Pforzheim bekommt urbanen Look
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Pforzheim. Ab Mittwoch erscheint die Trafostation an der Forststraße 4-6 in Pforzheim in einem ganz neuen Glanz: Farbenfrohe Flächen verzieren in allen geometrischen Formen und Größen die Fassade und bilden ein facettenreiches Graffiti-Kunstwerk. „Die Idee war vor allem, mit unterschiedlichen Kreisschablonen zu arbeiten, um Tiefe und Struktur zu schaffen“, so der Graffiti-Sprayer Till Heim.

Der 44-Jährige aus Landau, auch bekannt unter dem Künstlernamen „Sign“, wurde durch das Kulturamt Pforzheim im September beauftragt, im Rahmen der Aktion Werk-STADT 2021 dieser sonst eintönigen Trafostation einen urbanen und zeitgenössischen Look zu verpassen.

Der studierte Mediendesigner gründete in seiner Studentenzeit die Künstlergruppe „Via Grafik“, mit denen er erstmals internationale Bekanntheit erreichte. Zu dem Auftrag der Trafostation brachte ihn im September das Ausstellungsprojekt „Urban Art Pforzheim“ im Rathaus. Vor zwei Wochen begann er mit seiner Arbeit, dabei traf er anfangs auf Misstrauen in der Nachbarschaft: „Als ich die ersten Flächen gestaltete, rief eine Frau die Polizei an, weil sie dachte, ich dürfe das nicht.“ Am Ende habe ihm die Polizei sogar für sein Kunstwerk gratuliert.

Bürgermeisterin Sibylle Schüssler zeigte sich bei der ersten öffentlichen Präsentation begeistert: „Es freut mich sehr, dass wir Till Heim für die künstlerische Gestaltung der Trafostation gewinnen konnten. Das farbenfrohe Bild sorgt mit seinen intensiven Farben und geometrischen Formen für eine positive Ausstrahlung in das angrenzende Umfeld.“ Es sei in Planung, Till Heim eine weitere Fassade gestalten zu lassen.

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