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Salome Tendies spielt die beiden Titel am Klavier ein.  Foto: Privat 

Üben mit Salome Tendies für „Imagine aus’m Fenster“ - diese Lieder werden am Sonntag gesungen

Pforzheim. Nicht jeder hat den John-Lennon-Song „Imagine“ oder „Der Mond ist aufgegangen“ mit allen Strophen gerade parat: Doch wer sich an der inzwischen immer größer werdenden Aktion „Imagine aus’ Fenster“ am Sonntag, 29. März, 18 Uhr beteiligen will, dem gibt Chorleiterin, Sängerin und Pianistin Salome Tendies jetzt Nachhilfe-Unterricht.

Zuhause hat sie sich ans Klavier gesetzt und die beiden Lieder im Video aufgenommen. Und selbst wer bei den Melodien und Texten sattelfest ist – es ist eine Freude, Tendies einfach nur zuzuhören. Übrigens: „Der Mond ist aufgegangen“ ist in F-Dur eingesungen, „Imagine“ in G-Dur. „Das Original ist zu hoch oder zu tief für den normalen Balkon-Sänger“, meint die Chorleiterin.

„Der Mond ist aufgegangen“

„Imagine“

Inzwischen melden sich immer mehr Mit-Sänger und -Musiker bei der PZ, die sich an der Aktion beteiligen wollen. Mitglieder der Jugendmusikschule werden spielen, unter anderem Musikschulleiter und Trompeter Andreas Michel, Cellistin Konstanze Bodemer vom Südwestdeutschen Kammerorchester macht mit, Sänger Andrea M. Pagani und eine ganze Reihe von Chormitgliedern in Pforzheim und der Region nehmen teil. Das sind nicht nur die Chöre von Salome Tendies, auch der Chorverband Pforzheim Enzkreis hat alle zum Mitsingen eingeladen. Der Vorstand des Rebstock-Quartetts hat ebenso eine Mail geschickt, wie die Chorleiterin der Thomaskirche. Und auch die Musikvereine Stein und Mühlhausen haben ihre Mitglieder aktiviert. Mit Sopranblockflöten, Keyboard und Gitarre werden ganze Familien an den Fenstern stehen.

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Kultur

Aktion „Imagine aus’m Fenster“: Im Rodgebiet wird kräftig gesungen

Und in Dietlingen erklingt bereits jetzt schon jeden Abend um 19 Uhr im Nachbarschaftskreis „Der Mond ist aufgegangen“ – bis zu 18 Personen singen da vom Fenster, aus der Haustür oder vom Balkon. Selbst aus dem Altenwohnheim „Haus Maihälden“ werden am Sonntag die Bewohner mit Keyboard-Klängen erfreut.

Über das ganze Stadtgebiet sind die Straßen verteilt, wo sich Einzelpersonen, aber auch ganze Nachbarschaften am körperkontaktlosen Miteinander gegen die drohende Einsamkeit in Corona-Zeiten beteiligen wollen. Auch aus Tiefenbronn, Ispringen, Keltern und Königsbach-Stein kommen Rückmeldungen. Alle, die noch mitmachen und ihren Straßennamen veröffentlichen wollen, können sich bis Freitag um 16 Uhr unter kultur@pz-news.de melden.

Sandra Pfäfflin

Sandra Pfäfflin

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