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Die Künstler Monika Ziemer, Hartmut Häcker, Viktoria Müller, Sandra Schulz, Jürgen Vallen und Schlangenbader (von links) zeigen ihre Werke. Foto: Roller
Die Künstler Monika Ziemer, Hartmut Häcker, Viktoria Müller, Sandra Schulz, Jürgen Vallen und Schlangenbader (von links) zeigen ihre Werke. Foto: Roller
04.06.2019

Viel Kunst auf wenig Raum: Art Pforzheim eröffnet

Pforzheim. Die Farben fließen ineinander, vermischen sich, bilden eine lebendig-wilde Struktur. Die Bilder des aus Berlin stammenden Künstlers Schlangenbader haben eine metaphysische Dimension, sollen hindeuten auf Themen wie Robotik, Cyberspace und künstliche Intelligenz. „Philosophenköpfe“ hat er seine Werke genannt. Neun von ihnen gibt es derzeit in der kleinen Galerie an der Jahn-straße 29 zu sehen, die den Namen „N#N#“ trägt.

Seit kurzem läuft dort die „Art Pforzheim“: eine kleine, aber feine Ausstellung, an der sechs weitere Künstler aus ganz Deutschland teilnehmen.

Auch Hartmut Häcker aus Friolzheim. Er zeigt acht Papierarbeiten, geprägt von waagrechten Linienstrukturen. Seine ungegenständlichen, mit Acrylfarbe und Lack geschaffenen Bilder sind zwar farbig und von starken Kontrasten geprägt, aber nicht bunt im herkömmlichen Sinn. Oft sucht er sich Farben aus klassischen Werken aus und versucht, daraus etwas Eigenes zu machen. Eher unauffällig wirken im Vergleich dazu die Arbeiten von Monika Ziemer aus Wurmberg. Die Künstlerin zeigt mehrere kleinformatige, teilweise nur postkartengroße Aquarelle und Zeichnungen, bei denen überall der weiße Grund durchschimmert. Das Spiel mit Kontrasten, mit Linien, Flächen und Rhythmen steht bei ihr im Mittelpunkt. Wenn man genau hinsieht, kann man den hinter ihnen stehenden Arbeitsprozess erkennen.

Viktoria Müller hofft, dass in den kommenden Tagen und Wochen viele Gäste der „Art Pforzheim“ einen Besuch abstatten. Vor rund zwei Jahren hat sie die Galerie „N#N#“ eröffnet und seither ein Dutzend Schauen auf die Beine gestellt. Ganz bewusst will sie einen Kontrast setzen zu den großen, nur allzu oft von kommerziellen Interessen gesteuerten Kunstmessen. Als sie vor zwei Jahren in dem kleinen Raum anfing, wusste sie nicht, ob es funktionieren würde. Aber es habe sich gezeigt: „Kleine Projekte sind auch groß.“

Die „art pforzheim“ im „N#N#“ an der Jahnstraße 29 ist noch bis zum 22. Juni zu sehen: mittwochs von 10 bis 13 Uhr, donnerstags bis samstags von 15 bis 18 Uhr.