Buch «Heldinnen der Meere»
Kerstin Ehmer porträtiert Frauen, die das Meer zu ihrem Lebensweg gemacht haben. (Symbolbild)
Ben Birchall/PA Wire/dpa
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Von Abenteurerinnen, Aktivistinnen und Künstlerinnen

«Sie alle entschieden sich zu unterschiedlichen Zeiten ihres Lebens für das Meer, und dieses schien sie von da an durchs Leben zu navigieren», schreibt Kerstin Ehmer in ihrem neuen Buch über ihre titelgebenden «Heldinnen der Meere». Die wagemutigen Frauen ihres Buches waren Sportlerinnen und Aktivistinnen, Wissenschaftlerinnen und Künstlerinnen, und sogar eine waschechte Freibeuterin ist darunter. 

Die bretonische Adelige Jeanne de Clisson (auch bekannt als Jeanne de Belleville) führte im 14. Jahrhundert einen blutigen Rachefeldzug an der Atlantikküste gegen die französische Krone. Trotz ihres gefahrvollen Lebens starb sie wundersamerweise im Bett. 

Auch dass die heute 69-jährige Seglerin Isabelle Autissier ihre abenteuerlichen Weltumrundungen überlebte, grenzt an ein Wunder. Allerdings war sie klug genug, rechtzeitig Schluss zu machen, nachdem sie während einer Einhand-Regatta bei einem Sturm auf dem südlichen Pazifik beinahe untergegangen wäre. Danach begann sie eine zweite, sehr erfolgreiche Karriere als Abenteuer-Schriftstellerin. 

Ebenfalls spannende Geschichten über ihre Reisen schrieb die Britin Elinor Mordaunt (1872-1942). Nach einer wenig glamourösen Erfahrung mit einem enttäuschenden Ehemann fand sie ihre Bestimmung im Leben auf der See. Statt der Meeresgöttinnen, die Ehmer in ihr Buch aufgenommen hat, hätte man doch lieber noch mehr solche realen Frauengeschichten gelesen.

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