Claudia Baumbusch freut sich auf die Vorträge im PZ-Forum. Foto: Moritz
Kultur
Vorträge mit Claudia Baumbusch im PZ-Forum: Kunstgeschichte wird wieder lebendig

Pforzheim. Es ist der Herbst der großen Ausstellungen: Goya, Rembrandt, Modersohn-Becker. Alle haben in diesen Tagen ihre Pforten geöffnet. Da ist es geradezu ein Muss, dass das PZ-Forum wieder seine Tore öffnet und die beliebte Kunstreihe mit Claudia Baumbusch eine Fortsetzung findet. Wie seit Jahrzehnten wird die Kunsthistorikerin wieder kurzweilig und mit vielen spannenden Informationen die Künstler, ihr Leben und ihre Themen in den Bildervorträgen vorstellen. Und die Kunstfahrten zu den Schauen sollen auch wieder stattfinden.

Francisco de Goya

Einer der wichtigsten Wegbereiter der Moderne macht am Donnerstag, 28. Oktober, den Auftakt des Vortragsreigens: Francisco de Goya. Die Fondation Beyeler in Riehen hat für ihre bis 22. Januar 2022 laufende Ausstellung nicht nur die weltberühmten Gemälde des Hofmalers versammelt, sondern zeigt auch seine verstörende, fast schon brutale Seite. Diese Ambivalenz wird auch im Zentrum des Abends mit Claudia Baumbusch stehen.

Das Mutterbild in der Kunst

Von prähistorischen Fruchtbarkeitsgöttinnen über Marienbilder bis hin zu zeitgenössischen Installationen haben sich zahlreiche Künstler und Künstlerinnen mit dem Thema Mütter beschäftigt. Claudia Baumbusch wird am Dienstag, 23. November, einen großen kunsthistorischen Bogen schlagen. Die Kunsthalle Mannheim zeigt in der Schau „Mutter!“ bis 6. Februar 2022 Werke unter anderem von Schiele, Picasso, Magritte und Dix bis zu Louise Bourgeois und Yoko Ono.

Rembrandt van Rijn

Ein neuer Blick auf Rembrandt: Die Ausstellung im Frankfurter Städel-Museum betrachtet bis 30. Januar 2022 den größten Künstler des niederländischen 17. Jahrhunderts neu. Erstmalig steht die Erfolgsgeschichte des Malers vom jungen, ambitionierten Künstler aus Leiden hin zum berühmten Meister in Amsterdam im Zentrum. Und so wird Claudia Baumbusch am Montag, 13. Dezember, einen Überblick über diese entscheidenden Jahre geben.

Paula Modersohn-Becker

Keine andere deutsche Künstlerin der Klassischen Moderne hat in der öffentlichen Wahrnehmung einen solch legendären Status erreicht wie Paula Modersohn-Becker (1876-1907). In ihrem kurzen Leben schuf sie ein umfassendes und facettenreiches Oeuvre. Im Januar 2022 wird Claudia Baumbusch das wechselvolle Leben und die große Kunst dieser frühen Vertreterin der Avantgarde den Besuchern des PZ-Forums näherbringen. Die Ausstellung in der Frankfurter Schirn-Kunsthalle läuft bis 6. Februar 2022.

Peter Paul Rubens

Peter Paul Rubens (1577-1640) gilt als erfolgreichster Maler des Barock. Schon zu Lebzeiten erzielten seine Werke Höchstpreise. Claudia Baumbusch zeichnet im Februar den Weg des jungen Künstlers nach, von seiner Lehre in den Niederlanden über die Jahre als Hofmaler in Mantua und Genua bis zum einflussreichen Atelierleiter in Antwerpen. Die Ausstellung in der Staatsgalerie Stuttgart läuft von 22. Oktober bis 20. Februar.

Die Sammlung Bührle

Sie ist eine der spektakulärsten Kunstsammlungen der Welt – die 1960 in eine Stiftung überführte Kollektion von Emil G. Bührle. Seit kurzem haben die Gemälde und Skulpturen ein Domizil im gerade eröffneten Neubau des Kunsthauses Zürich gefunden. Zur Sammlung gehören weltbekannte Werke wie „Der Sämann bei Sonnenuntergang“ von van Gogh und „Der Knabe mit der roten Weste“ von Paul Cézanne. Der gebürtige Pforzheimer erwarb 1937 das Schweizer Bürgerrecht und produzierte mit seiner Werkzeugmaschinenfabrik Oerlikon Bührle & Co. unter anderem Kriegswaffen. Claudia Baumbusch wird auf die Entstehung der Sammlung und die kontroverse Diskussion um Raub- und Fluchtgut in ihrem Vortrag im März 2022 eingehen.