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Bürgermeister Aaron Treut, Kunsthistorikerin Regina M. Fischer, Kunstmäzen und -sammler Manfred Heinrich, Ursula Heinrich, Professor Hans-Hendrik Grimmling unddessen Frau Stefanie – vor dem Triptychon „Die Umerziehung der Vögel“.
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Kultur
Wenn der Käfig offensteht: Hans-Hendrik Grimmling über die Widersprüche der Freiheit, Kunst und die DDR
  • Dietmar Bastian

Maulbronn. Hans-Hendrik Grimmling hat wenig Neigung, die eigene Vergangenheit im Nachhinein zu verklären. „Die meisten Künstler waren keine Bürgerrechtler, ich auch nicht“, sagt der 79-Jährige. „Wir waren unbequem, grundsätzlich verdächtig, ja.“ Gerade am Tag der Deutschen Einheit klingt das bemerkenswert nüchtern. Grimmling, eine markante Künstlerpersönlichkeit der ehemaligen DDR, spricht in der Kunstsammlung Heinrich in Maulbronn mit der Kunsthistorikerin Regina M. Fischer über sein Leben und seine Kunst. Über Anpassung und Aufbegehren, über die Sehnsucht nach dem Westen – und darüber, dass Freiheit keineswegs so einfach ist, wie sie im Rückblick manchmal erscheint. Dafür findet Grimmling ein Bild: Ein Vogel sitzt im Käfig, dessen Tür plötzlich offensteht. Er entdeckt, dass er Flügel hat und davonfliegen könnte. Und bleibt trotzdem sitzen – aus Angst.

Der Gedanke führt mitten hinein in Grimmlings Werk. Mehrere seiner Arbeiten gehören zur Kunstsammlung Heinrich, darunter das große Triptychon „Die Umerziehung der Vögel“. Es zeigt Männer, die Flügel zerstören und am Ende selbst abstürzen.

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