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Die Straße im Gewerbegebiet „Knittlinger Kreuz“ wird immer wieder für Autorennen missbraucht. Der Lärm überträgt sich auf die Wohngebiete am Pflegmühlenweg und im Bergfeld. Foto: Schrader
Die Straße im Gewerbegebiet „Knittlinger Kreuz“ wird immer wieder für Autorennen missbraucht. Der Lärm überträgt sich auf die Wohngebiete am Pflegmühlenweg und im Bergfeld. Foto: Schrader
01.06.2016

Autorennen und Vandalismus: Knittlingen bekommt City-Streife

Knittlingen. Man muss schon zugeben: Es ist ein recht schönes Fleckchen, da oben über der B 35, am „Knittlinger Kreuz“. Wo längst Firmengebäude stehen sollten, treffen sich seit einigen Jahren junge Menschen. Besonders attraktiv an diesem Treffpunkt: Keiner stört. Doch das wird sich nun schon sehr bald ändern.

Der Knittlinger Gemeinderat hat am Dienstagabend einstimmig beschlossen, eine Citystreife zu beauftragen, um Ruhe und Ordnung in das Gewerbegebiet zu bringen. Auch am Dienstag sind es drei Gruppen junger Menschen, die sich gegen 21 Uhr auf dem weitläufigen Areal aufhalten. Es ist warm, die Abendsonne sorgt für einen tollen Ausblick auf die Fauststadt. Die Jugendlichen verhalten sich ruhig, reden, tauschen Fotos auf ihren Smartphones aus. Eigentlich eine Situation, an der es nicht viel auszusetzen gäbe. Wären da nicht immer wieder Rowdys, die meinen, lautstark ihre Autos vorführen zu müssen. Und so ist es auch an diesem Abend: Ein junger Mann fährt vor, dreht eine Runde – und gibt ordentlich Gas. Mit geschätzten 150 Sachen braust er wieder davon. Doch das ist noch harmlos. Über die Lärmbelästigung hinaus sei inzwischen auch schon gezündelt und Baume abgesägt worden, wie Knittlingens Hauptamtsleiter Stephan Hirth beschreibt.

Die Ordnungshüter sind befugt, Platzverweise auszusprechen und bei Missachtung Bußgelder von 50 bis 100 Euro zu verteilen. Weitere Anlaufpunkte sind unter anderem die Sporthalle, der Spielplatz an der Lüßstraße und sonstige Treffpunkte, auf denen in letzter Zeit immer wieder randaliert wurde.

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