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Brand in Altenheim: Zwei Frauen in Lebensgefahr, 130 Einsatzkräfte vor Ort

Oberderdingen. Ein Feuer in einem Altenheim an der Dr.-Friedrich-Schmitt-Straße in Oberderdingen hat am Donnerstagnachmittag ein schlimmes Ende genommen: Zwei Frauen schweben wegen schwerer Verletzungen in Lebensgefahr, eine Frau erlitt einen Kreislaufzusammenbruch.

Zum Glück erwies sich die kurzzeitig verbreitete Meldung über eine verstorbene Frau als fehlerhafte Meldung, die die Polizei rasch korrigierte

Folgenschwerer Brand in Oberderdinger Seniorenheim
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Folgenschwerer Brand in Oberderdinger Seniorenheim

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Feuer in Oberderdingen: Altenheim evakuiert

Der Brand war laut Feuerwehr um kurz nach 16 Uhr in einem Zimmer im ersten Obergeschoss des Altenheims ausgebrochen. Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte konnte aus einem geöffneten Fenster im ersten Obergeschoss des östlichen Gebäudeflügels starke Rauchentwicklung wahrgenommen werden. Insgesamt waren 130 Einsatzkräfte ausgerückt.

Das Gebäude mit 63 Heimbewohnern musste evakuiert worden. Eine 82- und eine 97-jährige Heimbewohnerin zogen sich durch Rauch- und Brandeinwirkung zum Teil schwere Verletzungen zu. Bei beiden Personen, welche zur stationären Behandlung in nahegelegene Krankenhäuser verbracht wurden, besteht Lebensgefahr. Eine weitere Person erlitt bei den Rettungsmaßnahmen einen Kreislaufzusammenbruch und wurde ebenfalls in ein Krankenhaus verbracht.

Die evakuierten Heimbewohner sind teilweise in einem Versorgungszelt der Schnelleinsatzgruppe Ost betreut worden, zum Teil wurden sie in der nahe gelegenen Eduard-Spranger-Schule untergebracht. Nach Abschluss der Löscharbeiten konnten die Menschen im noch bewohnbaren Teil des Gebäudes untergebracht werden.

Der entstandene Gebäudeschaden beläuft sich nach ersten Schätzungen auf rund 150.000 Euro. Offenbar sei das Feuer im Bereich eines Bettes ausgebrochen, hieß es am Donnerstag. Die Ursache für den Brand dürfte nach ersten kriminalpolizeilichen Ermittlungen ein technischer Defekt gewesen sein.

Neben den Feuerwehren aus Oberderdingen und Bretten waren auch zahlreiche Rettungskräfte des DRK und der Malteser im Einsatz. Leser meldeten zahlreiche Feuerwehrwagen und einen Hubschrauber, die zum Einsatzort eilten.