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08.11.2018

Brand in Vaihinger Asylunterkunft: Polizisten retten Iraker das Leben

Vaihingen an der Enz. Ein 38-jähriger irakischer Asylbewerber löste am Mittwochabend um 20.45 Uhr einen Großeinsatz von Einsatzkräften aus. Aus bislang nicht geklärten Gründen schloss sich der alkoholisierte Mann in seinem Zimmer im Erdgeschoss ein und zündete einen Kleiderhaufen an. Er war schon bewusstlos, als die Polizei eintraf.

Zuvor hatte er bereits dreimal versucht, seine Kleidung auf dem Flur zu verbrennen, was aber jedes Mal von Mitbewohnern verhindert wurde. Beim Eintreffen einer Polizeistreife des Polizeireviers Vaihingen war das Gebäude bereits stark verraucht und es konnten keine Lebenszeichen mehr aus dem Zimmer des 38-Jährigen wahrgenommen werden. Um den Mann aus seinem Zimmer zu retten, traten die beiden Polizisten die Zimmertüre ein und konnten den Bewusstlosen nach draußen bringen. Sie leisteten bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes Erste Hilfe. Nachdem der Mann das Bewusstsein wiedererlangte, wurde er in ein Krankenhaus gebracht. Lebensgefahr besteht nicht mehr.

Nach der Rettungsaktion musste auch ein 32-jähriger Polizeibeamte wegen des Verdachts auf eine Rauchgasvergiftung in ein Krankenhaus gebracht werden. Er konnte aber nach einer kurzen Behandlung seinen Dienst für den Rest der Nacht wieder aufnehmen. Seine 26-jährige Kollegin wurde nicht verletzt.

Die vierzehn Bewohner konnten, nachdem die Feuerwehr das Gebäude gelüftet hatte, wieder in ihre Zimmer zurückkehren. Das Zimmer, das von dem 38-Jährigen allein bewohnt wird, wurde durch den Brand lediglich leicht am Boden beschädigt und ist auch bewohnbar. Der Sachschaden beläuft sich auf rund 500 Euro.

Die Feuerwehr aus Vaihingen/Enz war mit acht Fahrzeugen und 44 Mann, der Rettungsdienst mit zwei Rettungswagen und ein Notarztwagen vor Ort. Neben zwei Streifen des Polizeireviers Vaihingen waren auch zwei Streifen des Kriminaldauerdienstes im Einsatz.