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Dass Autofahrer das Gelände des FSC als Driftstrecke nutzen, war nicht das erste Mal der Fall. Foto: Privat
Dass Autofahrer das Gelände des FSC als Driftstrecke nutzen, war nicht das erste Mal der Fall. Foto: Privat
17.01.2016

Driften auf dem Flugplatz: Rowdys mit Kamera ertappt

Mühlacker. Kaum war am vergangenen Freitag der erste Schnee gefallen, wurde der Mühlacker Segelflugplatz erneut von zwei auf der Grünfläche wütenden Autofahrern heimgesucht. Bei Schleudermanövern mit ihren Fahrzeugen auf dem nur leicht angefrorenen Flugplatz fügten sie der Grasnarbe schwere Schäden zu. Ihr Pech: Sie wurden beim Driften beobachtet.

Was die jungen Autofahrer nicht auf ihrer Rechnung hatten, waren die Überwachungskameras, die der Flugsportclub nach ähnlichen Vorfällen in der Vergangenheit, auf dem Gelände installiert hat. Auf den Bildern waren die Fahrzeuge eindeutig zu identifizieren. „Ein wenig Recherche einiger jugendlicher Mitglieder des Vereins hat uns sehr schnell zu den Schuldigen geführt“, so der Vorsitzende des Flugsportclubs Jürgen Klemm.

Für die entstandenen Schäden – die tief eingegrabenen Fahrspuren müssen großflächig eingeebnet werden – wird der Flugsportclub die Verursacher nun zur Kasse bitten. Da sich die beiden jungen Fahrer einsichtig zeigten, will der Flugsportclub von einer Anzeige absehen. „Genau genommen handelt es sich bei vorsätzlicher Beschädigung der Start- und Landebahn – was dieses Mal glücklicherweise nicht der Fall war – nicht nur um Sachbeschädigung, sondern sogar um einen gefährlichen Eingriff in den Luftverkehr“, erklärt Klemm, „Das ist nun wirklich kein Kavaliersdelikt.“ Und weiter: „Die Information der Öffentlichkeit ist uns sehr wichtig, um weitere Täter abzuschrecken.“

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