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Eigentlich sind sie für Menschen gedacht und dann ein Genuss, doch ein Unbekannter hat in Knittlingen Frikadellen mit Rattengift versehen.
Eigentlich sind sie für Menschen gedacht und dann ein Genuss, doch ein Unbekannter hat in Knittlingen Frikadellen mit Rattengift versehen. © Polizei Karlsruhe
09.07.2019

Hundebesitzer aufgepasst: Unbekannter legt Frikadellen mit Gift in der Region aus

Knittlingen/Illingen. Sie können bei Tieren zu schweren Vergiftungen führen oder gar zum Tod: Giftköder. Ein Unbekannter hat das billigend in Kauf genommen, als er mit Rattengift versehene Frikadellen in Knittlingen verteilt hat.

Laut Polizei hat ein Unbekannter mehrere dieser Giftköder im Bereich des Wohngebiets "Schillerhöhe" ausgelegt. Am Montagmorgen fand eine Zeugin dort mit Rattengift gespickte Frikadellen und übergab diese den Beamten.

Nach derzeitigen Erkenntnissen kam bislang glücklicherweise kein Tier zu Schaden. Die Polizei bittet jedoch dringend um Zeugenhinweise, die beim Polizeirevier Mühlacker unter der Telefonnummer (07041) 96930 abgegeben werden können.

Vorfall auch in Illingen

Auch in Illingen soll es dieser Tage zu vergleichbaren Vorfällen gekommen sein. Laut Einträgen in sozialen Netzwerken hatten Hundebesitzer bei ihren Schützlingen Symptome entdeckt, die auf den Verzehr von Giftködern schließen lassen. Bei der Polizei ist bislang allerdings keine Anzeige diesbezüglich eingegangen, wie eine Nachfrage der PZ beim Präsidium in Karlsruhe ergeben hat.

Tipp von Hunde-Profis: So können Sie vermeiden, dass Ihr Tier Gift frisst

Die Angst beim Gassigehen läuft immer mit: Was passiert, wenn der Hund beim Spaziergang einen Giftköder frisst? Eine begründete Befürchtung - das Risiko lässt sich jedoch laut Industrieverband Heimtierbedarf (IHV) minimieren.

Am meisten lernen Hunde im Welpen-Alter. Deswegen gelte es, den Hunden schon in dieser Zeit elementare Verhaltensweisen beizubringen und auf Kommando zu Herrchen oder Frauchen zu laufen. Hundehalter erreichen am meisten, wenn die Welpen ihnen vertrauen. Nur dann zeigen die Tiere ihren Haltern stolz, was sie gefunden haben, statt zu fürchten, dass es ihnen entrissen wird. Der IHV empfiehlt, dem Hund beizubringen, dass es sich lohnt, etwas aus der Schnauze fallen zu lassen, wenn der Besitzer es sagt. Der Halter könnte etwa das Fundstück jedes Mal gegen ein Leckerli eintauschen.

Zum Anti-Giftköder-Training gehöre es auch, dem Hund das Tragen eines Maulkorbs anzutrainieren - das hilft in einem Gelände, wo man sich nicht sicher ist. Für den Fall, dass der Hund doch einmal etwas Giftiges verschluckt hat, gelte es, mögliche Reste einzusammeln und sofort den Tierarzt aufzusuchen. Am besten sei, schon von unterwegs in der Praxis Bescheid zu geben, dass man auf dem Weg sei.