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Ein Streit in einer Flüchtlingsunterkunft ist eskaliert, so dass die Polizei mit einem Großaufgebot anrücken musste. 

Streit in Flüchtlingsunterkunft: Polizei muss mit Großaufgebot anrücken

Vaihingen-Enz. Ein Streit an einer Flüchtlingsunterkunft an der Auricher Straße in Vaihingen an der Enz eskalierte am Sonntagabend dermaßen, dass die Polizei mit mehr als zehn Streifenwagen anrüclen musste.

Gegen 22.40 Uhr wurde die Polizei von einer 27-Jährigen aus Somalia alarmiert, da es kurz zuvor zu einem heftigen Disput mit ihrer 48-jährigen Zimmernachbarin aus Syrien gekommen war.

Den eingetroffenen Beamten aus Ludwigsburg und Karlsruhe gab die Frau zu verstehen, dass sie von der 48-Jährigen im Zuge des Streits bedroht worden sei. Als auch deren 24-jähriger Sohn hierauf einer Kontrolle unterzogen werden sollte, verweigerte er jegliche Maßnahme, die zur Feststellung seiner Personalien geführt hätte. Stattdessen gebärdete er sich aggressiv gegenüber den Polizisten und auch der 24-Jährigen. Da er zunächst verdächtigt wurde, während des Streits handgreiflich geworden zu sein, sollte er vorläufig festgenommen werden und wehrte sich vehement dagegen.

Währenddessen wurden die Beamten von mehreren Personen umringt. Sie schrien herum und versuchten, die Polizisten bei ihrer Arbeit zu behindern. Die Beamten brachten den 24-Jährigen schließlich zum Streifenwagen und fuhren mit ihm zum Polizeirevier Vaihingen an der Enz.

Um eine weitere, störungsfreie Befragung in der Unterkunft durchzuführen, wurden mehrere Streifenwagen zusammengezogen. Vor Ort hatte sich die Situation bereits beruhigt. Während der Kontrolle der 48-Jährigen geriet diese in eine psychische Ausnahmesituation, so dass der Rettungsdienst hinzugezogen wurde. Während sie nun mit einer Anzeige wegen Bedrohung rechnen muss, wird sich der 24-Jährige wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte verantworten müssen. In den Streit war er mutmaßlich doch nicht involviert. Der Mann wurde nach Durchführung der polizeilichen Maßnahmen wieder auf freien Fuß entlassen.