nach oben
Der aufgebrochene Altkleidercontainer der DRK. © DRK
20.01.2016

Unbekannte brechen erneut Altkleidercontainer auf

Knittlingen. Der Deutsche-Rote-Kreuz-Ortsverein (DRK) Knittlingen erstattete Anzeige, weil am Monatsbeginn der Altkleidercontainer beim Lidl an der Siemensstraße zum siebten Mal aufgebrochen worden ist. Bereitschaftsleiter Hans Smilowski hat Fotos vom Zustand um den Container gemacht, diesen unverzüglich wieder verschlossen und die Müllablagerungen um den Container herum und am Hang dahinter der Stadtverwaltung gemeldet.

Bildergalerie: Ein Altkleidercontainer der DRK wurde abermals aufgebrochen

Aufgebrochener DRK Altkleidercontainer.Aufgebrochener DRK Altkleidercontainer von Vorne.Müll, der um den Altkleidercontainer der DRK liegen gelassen wurde.

"Wie viel Textilien dieses Mal vor dem Aufbruch im Container waren, ist unbekannt", sagt Gerätewart Peter Schäfer. "Wir gehen von einem vollen Container aus." Der dem DRK OV Knittlingen entstandene Schaden beläuft sich auf den Preis eines neuen Schlosses und den Inhalt eines Containers. Diese sei laut Schäfer wiederum mit etwa 50 Euro zu beziffern.

Erst am 28. Dezember hatten Unbekannte den DRK-Container aufgebrochen und den Inhalt mitgenommen. Ebenso erging es den beiden Behältern des Containerservice Knittlingen, die daneben standen und am Schloss stark beschädigt wurden. Sie wurden inzwischen jedoch abgebaut.

Der DRK-Ortsverein Knittlingen weist darauf hin, dass mit den Altkleiderspenden die Arbeit der Ehrenamtlichen gefördert wird. Dazu zählt beispielsweise das System "Helfer vor Ort" (HvO), bei dem speziell geschulte Rotkreuzteams ausrücken und sich um die Erstversorgung von Patienten kümmern, bis der hauptamtliche Rettungsdienst eintrifft. Die Kosten dafür trägt der Ortsverein selbst und ist deshalb auf Spenden oder eben Einnahmen wie die aus den Altkleidercontainern angewiesen.

Bei 152 Notfalleinsätzen war die HvO-Gruppe Knittlingen im vergangenen Jahr aktiv. Dies bedeutet eine Zunahme von 28 Einsätzen oder 22 Prozent gegenüber 2014. Somit hatte der Ortsverein im Jahre 2015 die meisten Einsätze seit Bestehen der HvO-Gruppe. Die ehrenamtlichen Helfer haben insgesamt 211 Helferstunden zur Erstversorgung aufgebracht, bis der Patient dem Rettungsdienst beziehungsweise dem Notarzt übergeben werden konnte. Häusliche Notfälle gefolgt von Verkehrsunfällen machten den Großteil aller Alarmierungen aus. Das HvO-Team war in Knittlingen, Freudenstein, Hohenklingen und Kleinvillars im Einsatz.