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Bürgermeister Werner Henle (links) hat nach seiner Wiederwahl sichtlich gute Laune. Von Kollege Heiko Faber aus Kieselbronn bekommt er als Anerkennung für das Ergebnis zwei Eintrittskarten für ein Konzert mit Fabers Lieblingsband „Papis Pumpels“. © Lutz
24.06.2018

Weiter geht's: Bürgermeister Werner Henle in Ötisheim wiedergewählt

Ötisheim. Für Spannung sorgte an diesem Abend lediglich ein Nebenaspekt: Würde Friedhild Anni Miller auftauchen? Denn das Erscheinen der mit viel Wohlwollen als quierlig zu bezeichnenden Dauerkandidatin bei Bürgermeisterwahlen im gesamten Land hätte womöglich einen vorhersehbar verlaufenden Abend aufmischen können.

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Denn der eigentliche Kitzel, den Bürgermeisterwahlen in der Regel erzeugen, war bei der Grundkonstellation in Ötisheim ausgeschlossen. Mit Wahlsieger Werner Henle, 61, hatte sich als einziger ernstzunehmender Kandidat jener Mann beworben, der seit 24 Jahren die Geschicke der rund 4900 Einwohner zählenden Gemeinde lenkt – und dies zum überbordenden Teil erfolgreich, besonnen und mit Augenmaß. Die über 93 Prozent der Stimmen sind somit wahrlich keine Überraschung.

Durch Abwesenheit geglänzt

Doch Miller enttäuschte. Nicht nur die etwas mehr als vier Prozent der Stimmen sind mager, auch ihr erneutes Fernbleiben – sie hatte bereits bei der offiziellen Kandidatenvorstellung durch Abwesenheit geglänzt – ließen am Sonntagabend bei vielen Beobachtern die Frage aufkommen, ob der Gesetzgeber nicht gut daran täte, derartige Spaßkandidaturen entweder zu unterbinden oder zumindest zu erschweren.

Sei es drum: Werner Henle, das kündigte er in einer Ansprache nach Bekanntwerden des Ergebnisses an, wird das sehr gute Ergebnis als Rückenwind nutzen, um in seiner vierten Amtszeit weiter daran zu arbeiten, Ötisheim auf dem guten Niveau zu halten, auf dem sich die Kommune ohnehin bereits befindet.
„Sie können mir glauben, ich möchte mit demselben Elan weitermachen, den Sie von mir gewohnt sind“, rief er seinen Wählern zu und bedankte sich nicht nur für das erneut geschenkte Vertrauen, sondern auch für die angesichts der Ausgangssituation mit keinem ernstzunehmenden Gegenkandidaten für die sehr gute Wahlbeteiligung von mehr als 39 Prozent.

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