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Hier unter diesen Bäumen im Stadtgarten – gleich neben dem Spielplatz und in Sichtweite des Springbrunnens – hat sich die brutale Messerattacke auf die junge Mutter ereignet. Foto: Ketterl
Hier unter diesen Bäumen im Stadtgarten – gleich neben dem Spielplatz und in Sichtweite des Springbrunnens – hat sich die brutale Messerattacke auf die junge Mutter ereignet. Foto: Ketterl
23.01.2019

23-Jährige im Stadtgarten niedergestochen: Prozessauftakt in Karlsruhe

Karlsruhe. Die Bluttat im Pforzheimer Stadtgarten im vergangenen Sommer schockt die Region. Ein 28-Jähriger sticht seine Ehefrau nieder, die mit ihrem gemeinsamen Kind auf dem Spielplatz war. Am Mittwoch ist Prozessauftakt in Karlsruhe.Versuchter Mord, lautet der Anklage der Staatsanwaltschaft. Am ersten von bis zu drei Prozesstagen will das Schwurgericht des Landgerichts Karlsruhe über die Tat im August 2018 entscheiden.

Täter und Opfer wurden 2013 in Eritrea nach dortigem christlich-orthodoxen Brauch miteinander verheiratet. Ein Jahr später flüchtete der Mann nach Deutschland, im Jahre 2015 tat es seine Ehefrau ihm gleich. Das Paar stritt sich nach Angaben des Angeklagten oft und lebte getrennt - er in Stuttgart, sie mit dem gemeinsamen Kind in Pforzheim. Zankapfel sei insbesondere das Besuchsrecht des Vaters gewesen.

Im Stadtgarten soll der Angeklagte die Frau weg vom Spielplatz gezogen und ein Messer mit einer 16 Zentimeter langen Klinge gezückt haben.Im Hals- und Nackenbereich habe er die 23-Jährige dabei verletzt, ehe er sie zu Boden brachte. Anschließend kniete der 28-Jährige auf sie und flüchtete erst, als sich Zeugen näherten. Der Mann konnte wenig später von der Polizei festgenommen werden (PZ-News berichtete). 

Vor Prozessunterbrechung lässt der Angeklagte von seinem Anwalt Bastian Meyer aus Pforzheim eine Erklärung verlesen. Darin gibt er die Tat zu und bedauert diese. Zugleich beteuert er, dass er zu keiner Zeit Mordabsichten gehabt habe. Am Donnerstag geht die Verhandlung weiter.

Einen ausführlichen Bericht lesen sie am Abend auf PZ-News oder am Donnerstag, 24. Januar in der „Pforzheimer Zeitung“ sowie im E-Paper auf PZ-news und über die Apps auf iPhone/iPad und Android-Smartphones/Tablet-PCs.