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40 Jahre "Tatort" und jede Menge Darsteller © sdr
03.12.2010

40 Jahre "Tatort" und die Beziehung zu Pforzheim

PFORZHEIM. Wenn in diesen Tagen „40 Jahre Tatort“ gefeiert und in allen Medien an all die Kommissare und ihre Begleiter erinnert wird, dann stehen unter anderem Schimanski alias Götz George und Bienzle alias Dietz-Werner Steck im Mittelpunkt der Berichterstattung. Zählten sie doch trotz ihres so unterschiedlichen Auftretens zu den beliebtesten Ermittlern.

Bildergalerie: 40 Jahre Szenen aus dem "Tatort"

Dabei bildeten Schimanski und Thanner (Eberhard Feik) ein Duo, das von 19981 bis 1991 im Ruhrgebiet recht unkonventionell ermittelte. In dieser Zeit war der im Jahr 1994 früh verstorbene Feik auch ständiger Gastregisseur am Pforzheimer Stadttheater. Von der Spielzeit 1978/79 bis 1987/88 inszenierte er im früheren Osterfeld-Provisorium. Hier hatte er mit „Mirandola“ von Goldoni sein Debüt als Regisseur geben, so dass ihn ein „Gefühl der Treue“, wie Feik einmal sagte, immer wieder hierher zog. Unvergessen ist für viele seine „Maria Stuart“ (Schiller) mit Birgit Zamulo in der Titelrolle als Königin von Schottland, Antje Cornelissen als Königin Elizabeth und unter anderem Peter Baecker als Melvil, Marias Haushof-
meister.

Auf 20 „Tatort“-Einsätze hat es Klaus Spürkel als Gerichtsmediziner Dr. Bernhard Kocher neben Kommissar Bienzle gebracht. Der gebürtige Pforzheimer stand schon als Hebel-Gymnasiast auf der Bühne, bei den Schulaufführungen unter Hansjörg Brenneisen. Spürkel machte 1966 sein Abitur, SPD-Stadtrat und Pfarrer Helmut Metzger war einer seiner Klassenkameraden, ging auf die Schauspielschule nach Bochum und hatte Theaterengagements in Osnabrück, Darmstadt, Karlsruhe, Wuppertal und Hamburg Thalia Theater). Seit 1999 führt er sein eigenes kleines Theater „Kumedi“ im Bahnhof von Riegel am Kaiserstuhl. Viele Rollen führten ihn auch vor die Fernsehkamera, neben dem „Tatort“ war es in „Die Fallers“ und vor allem auch als Zollfahnder Haider in „Schwarz-Rot-Gold“. Für „Schmutziges Gold“ (1990) drehte Spürkel zusammen mit Uwe Friedrichsen damals auch in Pforzheim. ef-te