Pforzheim. Die Goldstadt glänzt nicht in jedem Ranking und ist auch meist nicht ganz weit vorne, außer es geht um Stau oder Arbeitslosigkeit. Doch was die Hochschule angeht, verhält es sich ganz anders. Hier belegt Pforzheim nämlich Platz drei im Ranking der besten Hochschulen Deutschlands von der Plattform StudyCheck. Kein Wunder, dass also 550 sogenannte "Newies"- also Erstsemester - zum Start in das Sommersemester 2025 an der Hochschule begrüßt worden sind.
Im Audimax wurden sie am Montag von Rektor Professor Dr. Ulrich Jautz sowie dem Ersten Bürgermeister der Stadt, Dirk Büscher, willkommen geheißen. Gemeinsam verwiesen sie auf die vielfältigen Möglichkeiten, die sowohl die Hochschule als auch die Stadt Pforzheim zu bieten haben.

In seiner Ansprache unterstrich Rektor Jautz nicht nur die Bedeutung akademischer Bildung, sondern auch die Verantwortung der Hochschule als Wertevermittlerin:
„Wir sehen unsere Hochschule nicht nur als Ort des Wissens, sondern auch als Ort der Werte – Werte, die für das Funktionieren einer gerechten und freien Gesellschaft unerlässlich sind.“
Professor Dr. Ulrich Jautz, Rektor der Hochschule Pforzheim
Er betonte, wie wichtig es sei, sich in Zeiten großer politischer Herausforderungen für Demokratie, Meinungsvielfalt und Toleranz einzusetzen sowie zusammenzuhalten: „Wir haben Studierende aus 70 verschiedenen Nationen auf unserem Campus, die friedlich zusammenleben und gemeinsam ihre Vorlesungen besuchen – diese Vielfalt bereichert unseren Hochschulalltag und ist eine Stärke, die wir ganz bewusst pflegen. Denn sie eröffnet uns neue Perspektiven und lehrt uns, die Welt aus verschiedenen Blickwinkeln zu betrachten“, so Jautz.

Mit den Neuankömmlingen sind im Sommersemester 2025 rund 6000 Studierende an der Hochschule Pforzheim eingeschrieben. Insgesamt bietet die Hochschule in ihren drei Fakultäten für Gestaltung, Technik sowie Wirtschaft und Recht 34 Bachelor- und 24 Master-Studiengänge an.
Und dabei bleibt es auch erst einmal, wie die Nachfrage von PZ-news bei der Hochschule zeigt. "Allerdings haben wir innerhalb der Strukturen vielfältige Änderungen vorgenommen", so Jautz und Professor Frank Niemann (Prorektor für Studium und Lehre).
Neben einem Master Jewellery in der Fakultät für Gestaltung und sechs rein englischsprachigen Programmen in der Fakultät für Wirtschaft und Recht biete die Hochschule in der Technik mittlerweile 14 Bachelorprogramme von Künstlicher Intelligenz (KI) über Biomechanik bis hin zu Wirtschaftsingenieurwesen/Intelligent Mobility an. In der Regel könnten die Studierenden nach einem erfolgreiche Bachelorabschluss ihr Studium mit einem passenden Masterstudium in Pforzheim fortsetzen und weitergehend auch promovieren, so Jautz und Niemann.

Was die Hochschule Pforzheim von anderen abhebe, sei ihrer Meinung nach die Praxisorientierung. "Das ist unsere DNA", so die beiden. Neben den Praxissemestern biete die Hochschule eine Vielzahl an Laboren und Werkstätten, in denen die Studierenden die Theorie in die Praxis umsetzen könnten. Und genau dieser Praxisbezug sei auch ein wesentlicher Erfolgsfaktor für die Karrieren und die guten Berufseinstiegschancen.


Pforzheim will mehr Risiko wagen: Zwei Professoren sollen dabei helfen


Von der Hautpflege zur smarten Gießkanne: Gründer präsentieren ihre Ideen bei Start-up Night
Um die gute Bewertung auf der Plattform StudyCheck beizubehalten, setze die Hochschule weiterhin auf Augenhöhe, so Jautz und Niemann. "Wichtig ist auch auf die Studierenden und deren Wünsche und Verbesserungsvorschläge zu hören. Dies tun wir neben vielen persönlichen Gesprächen auch über strukturierte Evaluationen unserer Veranstaltungen", so die Professoren.



