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Mit einem Helikopter ist der Mann aus Frankreich nach Pforzheim gebracht worden, wo Ärzte und Pfleger ihn am Dienstag in Empfang nahmen. 

73-Jähriger mit Hubschrauber eingeflogen: Siloah St. Trudpert Klinikum in Pforzheim kämpft um Leben von Corona-Patient aus dem Elsass

Pforzheim. Das Siloah St. Trudpert Klinikum Pforzheim kämpft seit Dienstagvormittag um das Leben eines 73-jährigen Corona-Patienten aus dem Elsass. Der Mann, der an einer schweren Lungenentzündung leidet und nach Klinik-Angaben ohne Bewusstsein ist, wurde mit einem Hubschrauber des französischen Zivilschutzes eingeflogen.

Er wird künstlich beatmet. Im Elsass ist dies Angaben der Siloah-Klinikleitung zufolge für über 65-jährige Patienten nicht mehr der Fall. Die Uniklinik Straßburg, von wo aus der Mann nach Pforzheim geflogen wurde, hat aktuell 180 Corona-Patienten zu betreuen und sei froh über jeden, der anderswo Hilfe bekommen und die Uniklinik verlassen könne, sagte eine Sprecherin.

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Französischer Corona-Patient nach Pforzheim geflogen

12 Beatmungsplätze im Siloah

Im Siloah stehen auf der speziellen Corona-Intensivstation zwölf Beatzmungsplätze und 30 Betten zur Verfügung. Ein 53-jähriger Corona-Partient aus dem Raum Pforzheim befindet sich bereits dort, ein weiterer in einem der anderen Betten der Intensivstation. Dass das Siloah St. Trudpert Klinikum um Hilfe für französische Patienten angefragt wurde, kam unter anderem über den Pforzheimer CDU-Bundestagsabgeordneten Gunther Krichbaum zustande, der einer deutsch-französischen Parlamentariergruppe vorsteht.

Für den Nachmittag wird das Eintreffen eines weiteren Patienten aus Frankreich erwartet. Mehr lesen Sie am Mittwoch, 25. März, in der Pforzheimer Zeitung.

Darum werden Patienten aus Frankreich in Baden-Württemberg aufgenommen

Das Gesundheitsministerium hat die Krankenhäuser im Südwesten gebeten, freie Beatmungsbetten zu melden, nachdem der baden-württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann dem Nachbarland die Unterstützung zugesagt hat. Bei der Hilfeleistung geht es um Patienten, die ohne Beatmung in den kommenden Tagen sterben würden.

Im südlichen Elsass sind viele stark Betroffene. Dort sind die Intensivstationen komplett belegt, während die Zahl der Corona-Fälle weiter steigt.

Marek Klimanski

Marek Klimanski

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