Fortetzung Programm Teilhabe für Geflüchtete
Fortetzung Programm Teilhabe für Geflüchtete, Quartz Innenstadt, vl: Katarzyna Hendzak, Anita Gondek, Daria Losytska, Sonja Winter, Frank Fillbrunn und Matthias Rumold
Meyer
Pforzheim
99 Geflüchteten in Pforzheim in Arbeit vermittelt: NIFA plus erhält Förderung bis 2028

Pforzheim. Das Netzwerk NIFA plus zur beruflichen Teilhabe von Geflüchteten kann seine Arbeit bis zum 30. September 2028 fortsetzen. Die Förderzusage erfolgte im Rahmen des bundesweiten ESF-Plus-Programms „WIR-Netzwerke integrieren Geflüchtete in den regionalen Arbeitsmarkt“.

NIFA plus ist ein Verbund von sechs Einrichtungen in Pforzheim, Stuttgart, Tübingen und dem Main-Tauber-Kreis. Ziel ist es, Geflüchtete schrittweise und nachhaltig in Arbeit und Ausbildung zu integrieren sowie junge Menschen beim Übergang von der Schule in den Beruf zu begleiten. Koordiniert wird das Projekt von der Werkstatt Parität.

In Pforzheim wird NIFA plus von der GBE und der Integrationsbeauftragten der Stadt gemeinsam mit dem Jobcenter und der Agentur für Arbeit umgesetzt. Die beiden Teilprojekte setzen unterschiedliche Schwerpunkte: Die GBE konzentriert sich auf die Vermittlung junger Geflüchteter in Arbeit und Beruf, während bei der Integrationsbeauftragten geflüchtete Frauen im Mittelpunkt stehen.

Unterstützt werden Menschen mit Aufenthaltserlaubnis ebenso wie Personen mit Aufenthaltsgestattung oder Duldung, sofern sie keinem absoluten Arbeitsverbot unterliegen. Die Beratung reicht von Berufsorientierung und Bewerbungsmanagement über die Vermittlung in Sprachkurse und Qualifizierungsmaßnahmen bis zur Anerkennung vorhandener Qualifikationen. Auch bei aufenthalts- und beschäftigungsrechtlichen Fragen sowie bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf erhalten die Teilnehmenden Unterstützung.

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Mit der verlängerten Förderung sollen diese Angebote in den kommenden zwei Jahren fortgeführt werden. Darüber hinaus will das Netzwerk den Zugang zu Fördermöglichkeiten nach dem Sozialgesetzbuch und zu weiteren bestehenden Angeboten verbessern. Neben der unmittelbaren Vermittlung soll dabei auch die Beschäftigungsfähigkeit der Teilnehmenden gestärkt beziehungsweise erhalten werden.

Seit Oktober 2022 wurden in Pforzheim bis Ende Juni 2026 insgesamt 356 Geflüchtete beraten, darunter 145 Frauen und 211 Männer. 42 Prozent der Teilnehmenden waren höchstens 25 Jahre alt. Nach Angaben der Projektverantwortlichen fanden bislang 99 Personen eine Arbeit, weitere 48 begannen eine Ausbildung oder schulische Bildung.

Einige Teilnehmende wurden im Projektverlauf mehrfach vermittelt, beispielsweise zunächst in eine Ausbildung und anschließend in eine Beschäftigung oder von einem Minijob in eine Vollzeitstelle. Vermittlungen erfolgten unter anderem in den Dienstleistungsbereich, das Gesundheitswesen, die Nahrungs- und Genussmittelbranche sowie in Erziehung und Unterricht.

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Viele weitere Teilnehmer befinden sich derzeit noch auf dem Weg in den Arbeitsmarkt. Dabei verfolgt NIFA plus einen familienorientierten Ansatz: So werden teilweise mehrere Mitglieder einer Familie parallel oder nacheinander beraten, darunter Jugendliche und Eltern sowie Partnerinnen und Partner.

Neben der individuellen Unterstützung setzt das Projekt auf die Zusammenarbeit mit bestehenden Netzwerkstrukturen. Davon sollen auch die beteiligten Partner profitieren, indem sie ihre Kenntnisse zur beruflichen Teilhabe von Geflüchteten erweitern und ihre Angebote stärker auf deren Bedürfnisse ausrichten. Eine überregionale Fachberatungsstelle unterstützt zudem Beschäftigte von Arbeitsagenturen, Jobcentern, Kommunalverwaltungen und Beratungsstellen sowie Ehrenamtliche und Arbeitgeber.

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