nach oben
Zu Gast in der PZ-Redaktion: Christopher Hermann (neben dem hiesigen AOK-Chef Hartmut Keller) im Gespräch mit PZ-Chefredakteur Magnus Schlecht und Redakteur Alexander Heilemann. Foto: Ketterl
Zu Gast in der PZ-Redaktion: Christopher Hermann (neben dem hiesigen AOK-Chef Hartmut Keller) im Gespräch mit PZ-Chefredakteur Magnus Schlecht und Redakteur Alexander Heilemann. Foto: Ketterl
05.04.2019

AOK-Chef attackiert Minister Jens Spahn im PZ-Interview scharf

Stuttgart/Pforzheim. Der Chef der AOK Baden-Württemberg, Christopher Hermann, hat Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) ein schlechtes Zeugnis ausgestellt. „Wie er die Dinge anpackt, ist reiner Aktionismus“, sagte Hermann der PZ - und wurde danach noch deutlicher.

„Spahn ist ein knallharter Machtpolitiker. Er ist einer, der wie kein Gesundheitsminister vor ihm sein Amt letztlich allein dafür benutzt, um seine persönlichen Karriereinteressen zu bedienen.“ Spahn habe eine technokratische Sicht auf die Dinge, sagte Hermann. „Das wird alles geformt und muss überall gleich sein.“

Der AOK-Vorstandsvorsitzende bezog sich dabei insbesondere auf Spahns Pläne, regional begrenzte Krankenkassen bundesweit zu öffnen. „Er blendet völlig aus, dass Versorgung etwas ist, was sich vor Ort darstellen muss“, sagte Hermann. Die AOK Baden-Württemberg habe überhaupt kein Interesse daran, mit AOKs in anderen Bundesländern zu konkurrieren. „Wir können auch objektiv betrachtet für Menschen in Sachsen oder Thüringen, die bei uns versichert sein wollten, als Mitgestalter von Versorgungsstrukturen dort gar nichts tun.“

Spahn will gesetzliche Regionalbegrenzungen streichen, die bisher für Allgemeine Ortskrankenkassen (AOK), bestimmte Betriebskrankenkassen und Innungskrankenkassen gelten. Dies soll den Wettbewerb unter den Kassen erweitern. So sollen sich Kunden aus ganz Deutschland für Kassen entscheiden können, die wegen günstiger regionaler Bedingungen einen unterdurchschnittlichen Zusatzbeitrag anbieten. Gegen die Pläne machen die AOKs Front, auch von der CSU kommt deutlicher Widerstand.

Das ganze Interview lesen Sie am Samstag auf Seite 3 der "Pforzheimer Zeitung".

helmut
06.04.2019
AOK-Chef attackiert Minister Jens Spahn im PZ-Interview scharf

Bei diesem Wechselfieber, welches bei uns ausgebrochen ist seit unser Bundeshaushalt nicht mehr ausgeglichen werden konnte, die Schulden ins uferlose stiegen, und das Tafelsilber an private Schnäppchenjäger verscherbelt wurde, wird es am Ende nur Verlierer geben. Weil die neuen Inhaber alles andere als Wohltätigkeitsinstitute sind und nur an größtmöglicher Rendite interessiert sind. Weil der Verbraucher kurzfristig durch den Verdrängungswettbewerb mit geringeren Preis davon profitiert, ...... mehr...

Schrader
06.04.2019
AOK-Chef attackiert Minister Jens Spahn im PZ-Interview scharf

Es stimmt, es ist nicht alles gut, was Spahn so plant, Stichtwort Organspende. Aber die Kritik des AOK-Chefs halte ich in diesem Fall für unangebracht. Er will nur seine Pfründe sichern, denn Wettbewerb mag die AOK nicht so richtig. mehr...