Pforzheim. Jetzt sei Eile geboten, sagt Günther Weiß, die „rechte Hand“ von Werner Koch, dem Eigentümer der früheren Thales-Immobilie zwischen Östlicher/Ostendstraße und Enz. Koch hat unter mehreren Anbietern vom Pforzheimer Vermögen und Bau Baden-Württemberg den Zuschlag erhalten, denn das Land sucht im Zuge der erweiterten Polizeireform eine Interimsbleibe für über 110 Polizeibeamte.
Die können vorübergehend im bisherigen Domizil an der Bahnhofstraße 13 nicht bleiben – dort muss umgebaut werden: Der sechste Stock wird als Führungs- und Lagezentrum ertüchtigt.
Doch wohin mit 100 Büro- und Sonderräumen? Das war seit Ausschreibungsende Mitte September die Frage. Von Anfang an hatte Koch, der Gründer und Chef des gleichnamigen Maschinenunternehmens in Ispringen, die besten Karten: Das ehemalige Thales-Gebäude ist mit über 26.000 Quadratmetern groß genug, um die Polizei auf rund 2900 Quadratmetern im Gebäudeteil hin zur Östlichen unterzubringen, und auch Stellplätze – das Land fordert 38 plus Platz für zwei Lastwagen – gibt es genügend. „Es gibt eine Absichtserklärung“, sagt Koch am Dienstagvormittag, den er mit Vertretern von Vermögen und Bau, der Teilprojektgruppe des Polizeipräsidiums Karlsruhe unter Leitung von Wolfgang Tritsch und der von ihm engagierten Architekten Karl und Sima Zeitler vor Ort verbringt. Für 7,45 Euro pro Quadratmeter wird Koch dem Land die dann von der Polizei genutzte Fläche vermieten. Am 1. Oktober kommenden Jahres solle die Übergabe erfolgen, sagt Karl Zeitler.
Einzug der Polizei wäre dann offiziell der 1. Januar 2020 – wenn die Polizeireform in Kraft tritt und Pforzheim Sitz eines zusätzlichen Polizeipräsidiums wird.
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