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Glanzlichter für Pfarrerin Dorothea Patberg – hier im Februar 2017 mit Regisseur Alexander May – waren insbesondere die Theater-Gottesdienste in der Auferstehungskirche. Ein solcher ist noch einmal am 17. Juni zu erleben. Foto: Ketterl, PZ-Archiv
Glanzlichter für Pfarrerin Dorothea Patberg – hier im Februar 2017 mit Regisseur Alexander May – waren insbesondere die Theater-Gottesdienste in der Auferstehungskirche. Ein solcher ist noch einmal am 17. Juni zu erleben. Foto: Ketterl, PZ-Archiv
14.05.2018

Abschied von Pfarrerin Patberg: Geistliche wechselt in den Schuldienst

Pforzheim. „Bewerbern werde ich sagen: Das ist die beste und tollste Gemeinde, die es in der gesamten evangelischen Landeskirche gibt“, betont Dorothea Patberg (59).

„Der Ältestenkreis bedauert das, wir hätten es uns anders gewünscht“, sagt dessen stellvertretender Vorsitzender Thilo Klittich. Traurig klingen die Beteiligten nach einem Schritt, der für viele Glieder der Johannesgemeinde völlig überraschend kommt. Und der Fragen aufwirft, auf die sich nur aus Andeutungen Antworten herauslesen lassen. Nach zehn Jahren wechselt die Gemeindepfarrerin, die sich auch als CDU-Stadträtin engagiert, in den Schulpfarrdienst. Dass sich diese am Sonntag im Gottesdienst und in einer gleich danach einberufenen Gemeindeversammlung verkündete Nachricht im Rodgebiet wie ein Lauffeuer verbreitete, unterstreicht, wie geschätzt Patbergs bisherige seelsorgerliche Arbeit dort war.

Kein Wunder auch, dass prompt die Gerüchteküche brodelte. Von einer Versetzung, gar einer Abberufung war die Rede. Beides falsch.

Der Kirchenälteste Klittich sagt lediglich: „Es gibt Gründe, die nicht in der Gemeinde und nicht im Verhältnis zum Ältestenkreis liegen“. Und Patberg selbst? Die Geistliche nennt im PZ-Gespräch „persönliche Gründe“, die sie zu dem Schritt bewogen hätten. Nach zehn Jahren an der Johannesgemeinde und sieben Jahre vor dem Ruhestand sei es reizvoll, noch einmal etwas Neues zu wagen. Das Angebot der Ludwig-Erhard-Schule, an diesem beruflichen Gymnasium mit vollem Deputat junge Erwachsene zu unterrichten, habe sie sehr gern angenommen – auch wenn es „noch andere Gesichtspunkte“ gebe, die dies „befördert“ hätten.

Was bleibt, sind Spekulationen – und kollektives Bedauern. „Meine Gemeinde ist sehr traurig, dass ich dort nicht mehr tätig sein werde“, weiß Patberg. Die Menschen seien ihr ans Herz gewachsen, das mache ihr den Abschied schwer.

„Hochengagiert“ sei diese von „vielen ehrenamtlichen Mitarbeitern“ getragene Gemeinde, sagt Patberg, um zu ergänzen: „Dort lag ich mit meiner politischen Ausrichtung sehr richtig.“

Bereits am Sonntag, 22. Juli, gibt es ab 10 Uhr den Abschiedsgottesdienst mit anschließendem Empfang. Zum 1. September nimmt Patberg die Arbeit als Religionslehrerin an der Ludwig-Erhard-Schule an. Pforzheim und dem Gemeinderat bleibe sie erhalten, betont die 2008 aus Delmenhorst in die Goldstadt gewechselte Seelsorgerin.

Die Gemeinde steht vor einer Vakanz von noch nicht absehbarer Dauer.

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Faelchle
15.05.2018
Abschied von Pfarrerin Patberg: Geistliche wechselt in den Schuldienst

Eine geregelte Arbeitszeit - freies Wochende, mehr Ferien- einige Vorzüge zu ihrem vorherigen Amt. mehr...