Pforzheim
Aktuelle Migrations-Zahlen: 26 Prozent der städtischen Bevölkerung sind Ausländer
  • Bärbel Schierling

Pforzheim. Die Zahl der Menschen mit Migrationshintergrund in Pforzheim steigt ständig. Ende 2017 waren es rund 67 500 Personen – und damit rund 3000 mehr, als noch im Vorjahr. Diese Zahlen präsentierte die Integrationsbeauftragte Anita Gondek am Freitag in der Sitzung des Internationalen Beirats.

Vor allem Rumänen zieht es demnach zunehmend in die Goldstadt. Sie sind nach Türken und Italienern mittlerweile die drittgrößte Migrantengruppe. 2017 hätten sich rund 500 weitere Rumänen in Pforzheim niedergelassen, so Gondek. Das sei eine Steigerung um rund 15 Prozent.

Der Anteil der Ausländer in Pforzheim sei Ende 2017 um 0,9 Prozent auf 26 Prozent gestiegen. Insgesamt leben damit nun rund 32 650 Menschen ohne deutschen Pass in Pforzheim.

Die Integrationsbeauftragte stellte außerdem verschiedene Projekte vor. Zur Deutschsprachförderung seien 2017 in vier Kursen rund 80 Menschen gekommen. 197 Teilnehmer habe man im vergangenen Jahr im Projekt „NIFA-Netzwerk zur Integration von Flüchtlingen in Arbeit“ verzeichnet. 40 Menschen seien in der zweijährigen Projektphase schon an Arbeitgeber vermittelt worden. Die ehrenamtlichen Dolmetscher aus der Initiative „Vielfalt sprechen – Teilhabe ermöglichen“ hätten 2017 etwa 170 Einsätze gehabt, so Gondek. Zudem erläuterte sie, dass derzeit gemeinsam mit der Hochschule eine neue Internetseite entwickelt werde, die dann künftig unter der Adresse www.pforzheim-integriert.de abrufbar sein soll.

Margarete Walo stellte das Projekt „Bildung – Integration – gesellschaftliche Teilhabe“ (BIG) für Frauen aus Drittstaaten vor. Zu den 123 Kursen seien 310 Teilnehmerinnen gekommen, führte sie aus.

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