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Bei den Demonstrationen am Wartberg ist es am Montagabend zu Ausschreitungen gekommen. © Seibel
23.02.2015

Alles rund um den 23. Februar zum Nachlesen im Live-Ticker

Pforzheim. Mit einer Fülle von mehr als 30 Veranstaltungen gedenkt die Stadt Pforzheim ihrer Zerstörung vor siebzig Jahren im Zweiten Weltkrieg. Vor 70 Jahren flogen britische Bomber über Pforzheim und setzten das historische Zentrum innerhalb von 20 Minuten in Brand. Dabei kamen 17 600 Menschen ums Leben.

Bildergalerie: 23. Februar: Ausschreitungen am Wartberg

Oberbürgermeister Gert Hager (SPD) hat die Bürger dazu aufgerufen, sich zum Zeitpunkt des Luftangriffs ab 19.50 Uhr mit Kerzen auf dem Marktplatz zu versammeln, wozu sich rund 2000 Menschen eingefunden hatten.

Bildergalerie: 23. Februar: Große Gedenkfeier auf dem Pforzheimer Hauptfriedhof

Die Polizei ist mit mehr als 1000 Einsatzkräften auf dem Wartberg, um eine direkte Konfrontation zwischen Teilnehmern eines Fackelaufzugs von Rechtsextremisten und Gegendemonstranten zu verhindern. Zu Protesten gegen diese Versammlung auf dem Wartberg hat ein Bündnis von 22 Organisationen aufgerufen, unter ihnen Antifa-Gruppen und die Grüne Jugend Baden-Württemberg.

Bildergalerie: 23. Februar: Rund 1000 Polizisten machen sich für den Einsatz bereit


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24.2., 8.40 Uhr: Laut Polizeiangaben ist es am 23. Februar zu 16 Identitätsfeststellungen im Rahmen der Demonstrationen von Linken gegen Rechte gekommen. Alle der vorübergehend Festgehaltenten waren aber schon am Abend wieder auf freien Fuß gelassen worden. Zwölf Strafanzeigen wurden außerdem wegen Sachbeschädigung, Beleidigung, Körperverletzung und Verstoßes gegen das Waffen- bzw. das Versammlungsgesetz gestellt. Wie berichtet, sind auf Seiten der Polizei neun Beamte leicht verletzt worden. Unter anderem durch Pfefferspray-Attacken, einen Schlag auf das Handgelenk, einen Tritt in den Unterleib, einen Steinwurf gegen den Hals und einen Stockschlag auf die Hand.

22.20 Uhr: Inzwischen hat die Polizei ein erstes Fazit gezogen: Neun Polizisten wurden demnach leicht verletzt. Einem Antifaschisten erteilte die Polizei einen Platzverweis, nachdem seine Personalien aufgenommen wurden. Ein Rechtsextremer wurde wegen Beamtenbeleidigung vorübergehend festgenommen. Von Verletzungen auf Seite der Demonstranten ist der Polizei noch nichts bekannt. In der Polizei-Mitteilung heißt es: "Zwar kam es auf dem Rückweg zum Bahnhof zu kleineren Rangeleien zwischen den Demonstrationsteilnehmer, die Polizei musste hier jedoch nicht einschreiten." Jedoch beobachtete ein PZ-Redakteur gegen 21.30 Uhr eine Auseinandersetzung in der Unterführung des Hauptbahnhofs. Dabei bekam eine junge Frau von einem Beamten eine Ladung Pfefferspray ins Gesicht und musste von Demo-Sanitätern behandelt werden.

21.35 Uhr:

21.10 Uhr: Die Linken sind am Bahnhof angekommen und fahren in Richtung Karlsruhe und Stuttgart.

21.05 Uhr: In der Bahnhofs-Unterführung ist es zu weiteren Rangeleien gekommen, bei der eine Antifa-Anhängerin von der Polizei mit Pfefferspray zurückgehalten werden musste. Die Frau wird von Ärzten behandelt.

21.00 Uhr: Ein Polizeikessel am Wartberg wurde inzwischen aufgelöst. Die linken Demonstranten sind auf dem Weg zum Bahnhof und erreichen den ZOB Nord.

20.58 Uhr:

20.34 Uhr: Rund 50 Antifa-Anhänger laufen die Schauinslandstraße entlang. Sie werden von 50 behelmten Polizisten begleitet. In der Mitte der Schauinslandstraße hat die Polizei abgesperrt, so dass es nun über die Tullastraße, den Oberen Wingertweg und die Brettener Straße weiter geht.

20.20 Uhr: Rund 50 Anhänger der Antifa ziehen über die Kreuzsteinallee in Richtung Innenstadt.

20:05 Uhr: Auf dem Marktplatz haben sich rund 2000 Menschen versammelt, um mit einem Lichtermeer aus Kerzen friedlich den Opfern der Bombardierung zu gedenken. Während der emotionalen Gedenkfeier läuten die Glocken in der Innenstadt.

19.55 Uhr: Bei dem Versuch die Polizeisperren zu durchdringen, verwendeten einige Demonstranten Feuerwerkskörper, wodurch mehere Polizisten ein Knalltrauma erlitten. Eine Person wurde festgenommen.

19.48 Uhr: Die rechten Demonstranten haben ihre Fackeln entzündet.

19.40 Uhr:

19.35 Uhr: Ein Beamter wurde verletzt, als es einer kleinen Gruppe von Linken gelang, eine Absperrung zu den Demonstranten der Rechten zu durchdringen. Die Polizei setzte Schlagstöcke und Pfefferspray ein. Ein Hubschrauber kreist über dem Wartberg. Die Gruppe wurde in der Zwischenzeit festgesetzt.

19.27 Uhr: Aktivisten der linken Szene, die Tränengas abbekommen haben, werden von Demo-Sanitätern behandelt.

19.24 Uhr: Eine Gruppe von zirka 150 bis 200 vermummten Anhängern der Antifa hat es nach Angaben der Polizei geschafft, zur Demo der Rechten durchzudringen. Beim Durchbrechen der Polizeiabsperrung hatten die Linken die Polizisten mit Pfefferspray und Steinen attackiert. Vier Beamte wurden daraufhin verletzt. Die Polizei konnte verhindern, dass die Antifa-Anhänger zu den Rechten durchdringen (Ergänzung, 20.50 Uhr).

19.22 Uhr: Demonstranten versuchen gerade, auf den Wartberg zu gelangen.

 

19.21 Uhr:

19.10 Uhr: Die 350 Linken haben sich in Bewegung gesetzt. Mit dem Ruf „Alerta, alerta antifaschista“ versuchen sie über die Kreuzsteinallee und den Oberen Wingertweg in Richtung der Rechten Demonstranten zu gelangen. Die Bereitschaftspolizei hat in dieser Gegend alles abgesperrt. Auf der Kreuzsteinallee fährt momentan kein Auto.

18.45 Uhr: Die Antifa ruft dazu auf, am morgigen Dienstag nach Karlsruhe zur Pegida-Demo, genannt Kargida, zu kommen. Diese soll künftig immer dienstags stattfinden. Beim Friedensfest in der Markuskirche nehmen rund 300 Meschen teil.

18.35 Uhr: Auf der Kundgebung der Antifa wurde gerade gesagt, dass Wege und Möglichkeiten gefunden würden, es den Nazis so unbequem wie möglich zu machen. Das Nazi-Problem sei in Pforzheim 365 Tage im Jahr akut und nicht nur am 23. Februar.

18.20 Uhr: Rund 350 Antifa-Anhänger haben sich nun auf dem Wartberg verasmmelt.

18.10 Uhr: Es versammeln sich gerade 150 Antifa-Anhänger auf dem Wartberg. Unter ihnen auch Trommler mit rosa Perücken. Weitere 150 sollen im Anmarsch sein. Rechte sind es rund 80 Personen.

17.59 Uhr: Die Autokennzeichen lassen darauf schließen, dass die Mehrheit der Rechten aus Pforzheim kommt. Es scheinen aber auch Teilnehmer aus Leonberg und Böblingen dort zu sein.

17.50 Uhr: Auf dem Wartberg haben sich aktuell bereits 60 Personen aus dem rechten Spektrum versammelt. Die Zugänge zu dem dortigen Treffpunkt hat die Polizei vollständig abgesperrt. Das THW hat das gesamte Wartberg-Plateau ausgeleuchtet. Bisher verläuft alles friedlich.

17.30 Uhr: Mittlerweile haben sich rund 50 Antifa-Anhänger auf dem Wartberg versammelt. Weitere 100 linke Anhänger sollen, PZ-Informationen zu Folge, zu Fuß und in Bussen auf dem Weg dorthin sein.

17.10 Uhr: Vier berittene Polizisten treffen am Wartberg ein. Chef der Pforzheimer Stabstelle Prävention Wolfgang Schick spricht von einem sehr effektiven Mittel, falls es im Falle einer Eskalation dazu kommen sollte, dass eine Gruppierung aufgelöst werden müsste. Unterdessen sind 300 Besucher bei der Gedenkfeier auf dem Pforzheimer Hauptfriedhof gewesen.

17 Uhr: Auf Höhe des Hotels „Hasenmayer“ wird die mobile Kommunikations- und Befehlsstelle eingerichtet. Dabei handelt es sich um einen großen Lkw, in dem sich beispielsweise der Einsatzleiter Wolfgang Tritsch, Leiter der Direktion Reviere in Karlsruhe, befindet. Den Gesamteinsatz leitet Günther Freisleben. Die Gedenkfeier auf dem Hauptfriedhof ging unterdessen ohne besondere Vorkommnisse zu Ende.

16.50 Uhr: 

16.35 Uhr: Polizeipräsident Freisleben gegenüber der PZ: "Es ist schlimm was vor 70 Jahren passiert ist und es ist schade, dass ein Polizeieinsatz das eigentliche Gedenken überdeckt."

16.25 Uhr: Ein kleines Grüppchen von acht bis neun Leuten der Linken hat einen Plakatstand aufgebaut. Auf den Plakaten ist zu lesen „Fackeln aus“ oder auch „Nicht lange fackeln“. Polizeipräsident Freisleben bespricht sich aktuell mit dem Anti-Konfliktteam. Der PZ sagte er: „Wir sind vorbereitet und wir werden sehen, wie die etwas andere Strategie ausgeht.“ Das Sicherheitskonzept wurde überarbeitet: „Im vergangenen Jahr haben wir versucht, die Nordstadt komplett abzuriegeln“, sagt Pressesprecher Frank Otruba. Doch dies habe viele Kräfte gebunden – und es gelang Gegendemonstranten dennoch, auf den Wartberg vorzudringen. Heute werden die Einsatzkräfte in der Näher der rechtsextremen Kundgebung platziert.

16.17 Uhr: Die Polizei sichert die Zufahrt in Richtung Wartberg-Freibad ab.

16.15 Uhr: Das Anti-Konfliktteam auf dem Wartberg besteht aus 16 Polizisten. Von der Antifa ist bislang noch nichts zu sehen, außer einem kleinen Personenkreis, der einen Stand mit Heißgetränken aufgebaut hat. Ein Megaphon liegt schon bereit, wurde allerdings noch nicht benutzt. Die Polizeipressestelle wird von Kollegen aus Offenburg und Mannheim unterstützt. Die Polizei hat einen kleinen Einsatzstab vor Ort in Pforzheim gebildet. Der große Einsatzstab befindet sich in Karlsruhe. Auch der Polizeipräsident Günther Freisleben soll vor Ort sein.

15.57 Uhr:

15.50 Uhr:  In zehn Minuten startet die Gedenkfeier auf dem Pforzheimer Hauptfriedhof. 

15.10 Uhr: Immer mehr Mannschaftswagen der Polizei treffen langsam auf dem Wartberg ein. Ein Anti-Konfliktteam ist ebenfalls anwesend sowie Erster Bürgermeister Roger Heidt und Wolfgang Raff, Leiter des Ordnungsamtes. Von Demonstranten bislang noch keine Spur. Polizei am Wartberg

14.50 Uhr: Im Namen von John Wynne, ehemaliger Pilot der Royal Air Force und einer der großen Versöhner, legten sein Großneffe John Rogers und dessen Frau Mary in Huchenfeld Kränze nieder. Sie gedachten zweier Huchenfelder Jugendlicher, die am 23. Februar 1945 den Tod fanden, aber auch Emilie Bohnenberger, die wichtige Versöhnungsarbeit leistete. Wynne, der altersbedingt nicht selbst kommen konnte, war einst Pilot einer Aufklärungsmaschine. Fünf abgesprungene Besatzungsmitglieder waren in Huchenfeld und Dillweißenstein gelyncht worden.

14.41 Uhr: Hier noch ein Bild aus einer anderen Perspektive. Die Polizisten nutzen den Turnplatz um sich auf den Einsatz vorzubereiten. In der Jahnhalle konnten sich über 800 Einsatzkräfte mit Speisen und Getränken für die Arbeit am Abend stärken.

14.09 Uhr:  Auf dem Turnplatz zeigt sich ein riesiges Polizeiaufgebot. Rund 1000 Polizisten sollen für Sicherheit bei den Demonstrationen und den Gedenkfeiern sorgen.

13.44 Uhr: Auf dem Marktplatz kann die Mosaikaktion der Stadt Pforzheim betrachtet werden. Überdimensionierte Puzzleteile stellen dort Emotionen und Erinnerungen zu Themen wie Krieg und Gewalt dar. Oberbürgermeister Gert Hager hat die Aktion am Mittag vorgestellt.

13.33 Uhr:

13.12 Uhr:

10 Uhr: An allen Pforzheimer Schulen wird eine Schweigeminute zum Gedenken der Zerstörung Pforzheims vor 70 Jahren eingehalten.


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Laut Polizeiangaben ist es am 23. Februar zu 16 Identitätsfeststellungen im Rahmen der Demonstrationen von Linken gegen Rechte gekommen. Alle der vorübergehnd Festgehaltenten waren aber schon am Abend wieder auf freien Fgelassen worden. Zwölf Strafanzeigen wurden außerdem wegen Sachbeschädigung, Beleidigung, Körperverletzung und Verstoßes gegen das Waffen- bzw. das Versammlungsgesetz gestellt. Auf Seiten der Polizei sind neun Beamte leicht verletzt worden. Unter anderem durch Pfefferspray-Attacken, einen Schlag auf das Handgelenk, einen Tritt in denUnterleib, einenSteinwurf gegen den Hals und einen Stockschlag auf die Hand.

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