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Hier soll das Flüchtlingsheim auf dem Hohenäcker entstehen. Ketterl, PZ-Archiv
Hier soll das Flüchtlingsheim auf dem Hohenäcker entstehen. Ketterl, PZ-Archiv
01.09.2016

Am Montag geht's los: Flüchtlingsunterkunft im Hohenäcker wird gebaut

Pforzheim. So laut wie rund um die Wilhelm-Lenz-Straße war der Protest gegen keine Pforzheimer Asylunterkunft. Erfolg hatte die Bürgerinitiative (BI) Hohenäcker trotzdem nicht: Am Donnerstag teilte die Stadt mit, dass am Montag die Baustelle für das dortige Flüchtlingsheim eingerichtet wird. Vor knapp zwei Jahren hatten die Anwohner zwar erreicht, dass nur 40 statt wie ursprünglich geplant 100 Flüchtlinge an der Wilhelm-Lenz-Straße untergebracht werden sollen. Die folgenden Einsprüche gegen geplanten Bau – unter anderem, weil die Stadt den Bebauungsplan änderte – wurden aber abgelehnt.

„Diese Gemeinschaftsunterkunft ist Teil des Pforzheimer Asylkonzepts, das der Gemeinderat im Februar 2015 mit großer Mehrheit beschlossen hat“, erläutert Sozialbürgermeisterin Monika Müller in einer Pressemitteilung der Stadt. Das Konzept sieht den Bau von neun Unterkünften über die gesamte Stadt verteilt vor. „Die im Umfang eines Mehrfamilienhauses gehaltenen Neubauten schaffen aufgrund ihrer jeweiligen Lage die Möglichkeiten zur Begegnung“, betont Müller, die eine Begleitung „durch Diakonie und Stadt sowie engagierte Ehrenamtliche“ verspricht.

Wie gestern berichtet, bringt Pforzheim derzeit rund 1400 Flüchtlinge in der Stadt unter. In der 40-Personen-Unterkunft an der Tiefenbronner Straße sollen noch im Oktober „neben Familien insbesondere auch Asylsuchende ein zu Hause finden, die in ihren Herkunftsländern bereits studiert haben und nun die naheliegende Hochschule besuchen wollen oder bereits besuchen“, so die Stadtverwaltung. In Kürze solle es einen Besichtigungstermin für alle Bürger geben.

Die weiteren Standorte für die dezentralen Unterkünfte sind Am Heerweg (Huchenfeld), an der Finkenstraße (Büchenbronn), Johann-Heinz-Straße, Schoferweg, Wilhelm-Lenz-Straße, Nagoldhang, Julius-Näher-Straße und Holderweg. Neben der Verwirklichung der Neubauten wurden zeitgleich in den letzten Monaten mehrere Gebäude und Wohnungen zur Unterbringung angemietet, die Belegung von Turnhallen, Schulen oder Zelten hingegen konnte in Pforzheim stets vermieden werden.

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