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© Symbolbild: dpa
07.11.2015

Angriff in Pforzheim: Messer verfehlt Leber knapp

Pforzheim. Glück im Unglück hatte ein 26-jähriger Ungar, als er am Freitag um 23.19 Uhr von einem Unbekannten vor dem Anwesen Steubenstraße 7 in Pforzheim geschlagen und mit einem Messer attackiert wurde. Ein Messerstich in den Brustkorb hätte tödlich ausgehen können. Über die genauen Hintergründe der Tat liegen noch keine Erkenntnisse vor.

Der Mann stand in einer Gruppe von sieben weiteren Personen, von denen zumindest mehrere ungarischer Abstammung sind, als drei bis vier bislang unbekannte Männer hinzukamen. Im weiteren Verlauf dieser Begegnung stach einer dieser Neuankömmlinge vermutlich mit einem Messer dem 26-jährigen Opfer in die rechte Seite unterhalb des Brustkorbs. Hierbei verfehlte er die Leber nur knapp. Im weitern Verlauf schlugen die Täter noch auf den Niedergestochenen und zwei weitere Personen ein, bevor sie stadteinwärts flüchteten.

Der 26-jährige erlitt nur schwere, aber keine lebensgefährlichen Verletzungen. Es dürfte sich, so vermutet es die Polizei, um Streitigkeiten zwischen ausländischen Mitbürgern handeln, die nach Auskunft eines Polizeisprechers nicht zur Gruppe der Asylbewerber zählen. Die Ermittlungen dauern an, denn noch ist unklar, ob es sich um eine spontane Eskalation oder um eine Messerstecherei mit einer bestimmten Vorgeschichte handelt.

Die Täterbeschreibung ist etwas dürftig, was vielleicht auf den Alkoholisierungsgrad der Beteiligten schließen lässt. Die drei bis vier Täter sollen 18 bis 20 Jahre alt sein, „einer fett, einer schlank“, wie die betroffenen Ungarn angegeben haben.

 

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