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Mindestens 20 Tage sind für den Prozess angesetzt. Der Beschuldigte aber ist weg. Symbolbild: Nadja - stock.adobe.com 

Anklage gegen Pforzheimer Zahnarzt wegen Körperverletzungen: Viele Prozesstage angesetzt, doch der Beschuldigte fehlt

Pforzheim. Kommt er – oder kommt er nicht zu seiner Gerichtsverhandlung? Und wenn er kommt: freiwillig oder in Handschellen vorgeführt, weil er mit Haftbefehl gesucht werden könnte? Dieses Zwangsmittel der Vorführung wurde zwar bisher nach PZ-Informationen von der Polizei zwar angeregt, aber von der Staatsanwaltschaft abgelehnt, die den Haftbefehl bei Gericht beantragen müsste – gegen einen ehemals in Pforzheim tätigen und im Enzkreis lebenden Zahnarzt. Ihm wirft die Pforzheimer Anklagebehörde gefährliche Körperverletzung in rund 30 Fällen vor. Das Oberlandesgericht (OLG) Karlsruhe hatte jüngst bestätigt, dass es bei dieser Anklage bleiben darf. Die Kammer selbst hatte wegen einfacher Körperverletzung verhandeln wollen, muss sich aber nun der Auffassung des Obergerichts beugen – wenn es zu einer Verurteilung kommen sollte. Die Kernfrage ist: Folgt das Gericht der Argumentation, die Zähne bei den Betroffenen seien ohne medizinische Notwendigkeit gezogen worden? Und hat der Zahnarzt dieses Extrahieren als alternativlos dargestellt?

Doch ein Schritt nach dem anderen: Der Kammervorsitzende Andreas Heidrich ist auf gutem Weg, den Mammutprozess mit voraussichtlich 20 oder 30 Verhandlungstagen im

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