Pforzheim. Die Diskussion um den geplanten Buckenberg-Campus zeige, wie sehr das Projekt die Menschen im Stadtteil bewege, betonen Nicole Gaidetzka und Regina Schendel (Unabhängige Bürger), Waldemar Meser, Rolf Constantin und Žaklina Kostic (CDU-Ortsverband) zusammen mit einer betroffenen Mutter und Elternvertreterin in einer Stellungnahme. Die Sorgen der Anwohner, insbesondere hinsichtlich der Verkehrssituation und des Wohnumfeldes, müssten ernst genommen werden. Gleichzeitig dürfe man bei dieser Diskussion den eigentlichen Kern des Projekts nicht aus den Augen verlieren: „Es geht um die Bildung, Förderung und Zukunft unserer Kinder“, so die Gruppe.
Der Buckenberg-Campus biete die große Chance, die Bildungslandschaft im Stadtteil langfristig zu stärken und für mehrere Schulen bessere räumliche Voraussetzungen zu schaffen. Die Buckenbergschule werde zusätzliche Schüler aus dem Bereich Tiergarten aufnehmen. Die Bohrain- und die Weiherbergschule könnten von zusätzlichen räumlichen Möglichkeiten profitieren. Und auch der Gustav-Heinemann-Schule, deren Schülerinnen und Schüler derzeit teilweise in Containern und an unterschiedlichen Orten unterrichtet würden, eröffneten sich bessere Lern- und Arbeitsbedingungen.


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Dabei gehe es nicht nur um Gebäude und Räume, so die Lokalpolitiker. Gute Bildung brauche gute Rahmenbedingungen. Kinder benötigten Platz zum Lernen, zur individuellen Förderung und für ihre persönliche Entwicklung. Gerade in einer herausfordernden Zeit müsse jedes Kind die bestmöglichen Bildungschancen erhalten – unabhängig davon, welche Schule es besuche. Eine Investition in die Schulen sei immer auch eine Investition in die Zukunft der Kinder und des Stadtteils. Jedoch müssten auch die Auswirkungen auf das Wohnquartier berücksichtigt werden. Beim Verkehr sei sachlich zu betrachten, dass die stärksten Belastungen gerade zu den Stoßzeiten des Schulbetriebs entstehen würden. Hier brauche es gute Planung und Lösungen, die die Anwohner mitnehmen.


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Bitte um Info-Veranstaltung
Auch die geplante Quartiersgarage könne einen kleinen Beitrag leisten.
„Wir halten es für sinnvoll zu prüfen, ob sie außerhalb der Schulzeiten – speziell am Nachmittag, abends und am Wochenende – für Anwohner geöffnet werden kann. So könnte zusätzlicher Parkraum entstehen, ohne dass der eigentliche Zweck der Garage beeinträchtigt wird“, so die Lokalpolitiker, die sich bereits an die Stadt gewandt und um eine Informationsveranstaltung für die Bürgerschaft gebeten haben.
„Da auch die Sozialraumkonferenz eine solche Veranstaltung anregt, sehen wir darin einen guten gemeinsamen Weg. Die Stadt hat sich diesbezüglich bislang nicht ablehnend gezeigt“, heißt es.


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Eine solche Veranstaltung sollte aus Sicht der Gruppe nicht nur Fragen zu Verkehr und Infrastruktur beantworten, sondern vor allem transparent machen, welche konkreten Verbesserungen der Campus für die einzelnen Schulen, die Förderung der Kinder und die Familien im Stadtteil bringen könne. Deshalb wolle man auch Elternvertreter der beteiligten Schulen in diesen Prozess einbeziehen, die die Perspektive der Familien einbrächten. „Unser gemeinsames Ziel ist es, Bildung, Förderung und die Interessen der Kinder mit der Lebensqualität der Anwohner zusammenzubringen“, sagen die Lokalpolitiker. pm

