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Wahlplakat im Haidach: Der Stadtteil ist die AfD-Hochburg innerhalb der AfD-Hochburg Pforzheim. Foto: Seibel
Wahlplakat im Haidach: Der Stadtteil ist die AfD-Hochburg innerhalb der AfD-Hochburg Pforzheim. Foto: Seibel
14.03.2016

Auf dem Buckenberg hat die AfD ihr bestes Ergebnis eingefahren

Der Stadtteil Buckenberg-Haidach ist mediale Aufmerksamkeit gewöhnt. Nachdem unlängst die Pläne zu einer Bürgerwehr durch Medien gingen, sorgt nun das Abschneiden der AfD für Schlagzeilen. Der Stadtteil ist für Pforzheim, was Pforzheim für Baden-Württemberg ist – die AfD-Hochburg schlechthin.

In keinem Wahlkreis im Land hat die Partei ein so hohes Ergebnis erreicht, ebenso in keinem Wahlbezirk. 43,2 Prozent der Wahlberechtigten dort haben am Sonntag der „Alternative für Deutschland“ ihre Stimme gegeben. Der nächsthöhere Wert – 31,2 Prozent – wurde in Würm erreicht. Ausgerechnet im laut Verwaltung sichersten Bereich Pforzheims scheint die Angst umzugehen. Was das jüngste Wahlergebnis angeht, so gibt es auffällige Parallelen mit Rastatt. Wie das „Badische Tagblatt“ berichtet, hat die AfD in Rheinau-Nord 41,2 Prozent der Stimmen eingefahren. Rheinau-Nord ist ebenfalls von Menschen geprägt, die aus früheren Sowjetrepubliken nach Deutschland gekommen sind.

„Das Ergebnis hat mich nicht überrascht“, sagt Waldemar Meser von der Elterninitiative Buckenberg-Haidach. Er habe schon vor zwei Jahren seiner Partei, der CDU, von der Entwicklung berichtet. „Die AfD ist sehr aktiv geworden, deutlich stärker als die anderen Parteien. Insofern haben die etablierten Parteien sich das Ergebnis selbst zuzuschreiben“, sagt Meser.

Bereits die vergangenen Kommunalwahlen hatten gezeigt, wie groß das Potenzial in der früheren CDU-Hochburg ist. 2014 erreichte die AfD auf dem Buckenberg 16,2 Prozent der Stimmen. Schon damals war der Buckenberg für Pforzheim, was Pforzheim für das Land ist. Die AfD hat nie einen Hehl um die Strategie gemacht, gezielt um die Russlanddeutschen zu werben

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