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Auch Grundschulen sollen vom Digitalpakt profitieren. Um Förderanträge stellen zu können, muss Pforzheim jedoch zahlreiche Voraussetzungen erfüllen. Symbolbild dpa
Auch Grundschulen sollen vom Digitalpakt profitieren. Um Förderanträge stellen zu können, muss Pforzheim jedoch zahlreiche Voraussetzungen erfüllen. Symbolbild dpa
01.07.2019

Auf dem Weg in die digitale Zukunft: 13,66 Millionen Euro für Medienentwicklung an Schulen

Pforzheims Schulen können sich auf den Weg in eine digitale Zukunft machen. Nachdem die Finanzierung lange Zeit vage war, stehen durch die Verabschiedung des Digitalpakts Schule konkrete Finanzierungsmöglichkeiten im Raum.

Wie der stellvertretende Leiter des Amts für Bildung und Sport, Dominic Bäuerle, am Montag im gemeinsamen Schulbeirat deutlich machte, stehen der Goldstadt für die Jahre 2019 bis 2023 insgesamt 13,66 Millionen Euro für die Medienentwicklung an Schulen zur Verfügung. Dies beinhaltet eine mögliche Bundesförderung von 8,4 Millionen Euro, eine Anschubfinanzierung durch das Land in Höhe von 2,26 Millionen Euro sowie eingestellte drei Millionen Euro im Haushalt.

„Das mag sich zunächst nach viel Geld anhören, doch sollten bauliche Maßnahmen erforderlich sein, relativiert sich das schnell“, merkte Bäuerle an. Eine Bestandsaufnahme werde zeigen, was nötig ist. Diese Analyse der bestehenden und benötigten Ausstattung sowie der aktuellen Internetanbindung ist eine der Voraussetzungen, um überhaupt einen Antrag auf finanzielle Förderung stellen zu können. Zwingend ist auch ein Medienentwicklungsplan, an dem verschiedene Fachämter, Schulen und die politischen Gremien beteiligt sind und Ziele für die Unterrichtsentwicklung unter Nutzung digitaler Medien ausarbeiten und ein passendes Ausstattungsszenario entwickeln sollen. „Immer unter der Prämisse: Technik folgt der Pädagogik“, so Bäuerle. Zudem müssen Wartung, Support und die Fortbildungsplanung der Schule sichergestellt werden.

„Wir sind eine Schicksalsgemeinschaft, die versuchen muss, die Gelder abzurufen“, machte Amtsleiterin Claudia Schlütter deutlich, dass die Stadt vor einem ehrgeizigen Projekt steht. Dennoch zeigte sich Bäuerle optimistisch, dass die Ziele in den nächsten fünf Jahren umgesetzt werden können. Positiv sei, dass die Mittel nicht nach dem Windhund-Prinzip vergeben würden und für die Schulträger reserviert seien. Zudem sei man sehr flexibel, was die Verwendung der Gelder angehe.

Mehr lesen Sie am Dienstag, 2. Juli, in der „Pforzheimer Zeitung“ oder im E-Paper auf PZ-news oder über die Apps auf iPhone/iPad und Android-Smartphones/Tablet-PCs.