„Anker“-Betriebsleiterin Katja Straub, Dietlinde Hess vom Bürgerverein Dillweißenstein, Baubürgermeisterin Sibylle Schüssler, Q-Prints & Service-Geschäftsführerin Ute Hötzer, die Vorsitzende des Bürgervereins, Petra Bösl, sowie Stadtbau-Geschäftsführer Oliver Lamprecht feiern den Abschluss der Arbeiten. Fotos: Jähne
Der neue Innenraum.
Auch die Fassade ist frisch.
Pforzheim
Auf weitere 300 Jahre: Frischekur für den „Goldenen Anker“, eines der ältesten Pforzheimer Bauwerke
  • Alexander Jähne

Pforzheim. Vier Monate hätte die Sanierung des „Goldenen Anker“ eigentlich nur dauern sollen, doch ein Jahr ist letztendlich daraus geworden. Doch manchmal ist tiefergründige Arbeit eben wichtiger als vordergründiges Polieren.

Rund dreihundert Jahre hat der „Goldene Anker“ in Dillweißenstein schon auf dem Buckel – drei weitere Jahrhunderte dürften es gerne werden, meinte Oliver Lamprecht, Geschäftsführer der Pforzheimer Stadtbau GmbH im Rahmen eines kleinen Handwerkerfests am Mittwochabend, bei dem auch die Präsentation des generalüberholten Gebäudes auf dem Programm stand.

„Noch bis Dezember letzten Jahres war das ganze Haus verhüllt wie der Berliner Reichstag“, erzählte Lamprecht, wobei der bescheidenste Aufwand den Innenräumen zuteil wurde: Mit frischer Farbe an den Wänden erstrahlt vor allem der Gastrobereich in einem einladendem Glanz. Eine Etage höher wurde die historische Flößerstube renoviert, ohne dabei von ihrem ursprünglichen Flair zu verlieren. Der städtische Denkmalschutzbeauftragte Christoph Timm, der für fachmännische Fragen konsultiert wurde, sprach sogar vom „Herzstück des gesamten Hauses“. Der „Goldene Anker“ selbst war um 1722 errichtet worden und zählt nicht nur zu den ältesten Bauwerken der Stadt, sondern ist auch einer der letzten verbleibenden Flößerstandorte Pforzheims.

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