Die Auferstehungskirche, erbaut in den Jahren 1946 bis 1948 und mit aus dem Trümmerschutt geborgenen Steinen verkleidet, setzte den Maßstab für die folgenden Notkirchen von Otto Bartning.Foto: Frei
Die hölzerne Zeltkonstruktion und der mit Backstein verkleidete Innenraum schaffen eine besondere Atmosphäre. Foto: Seibel
Pforzheim
Auferstehungskirche soll zum Unesco-Weltkulturerbe ernannt werden
  • Thomas Frei

Pforzheim. Als Pforzheim am 23. Februar 1945 in Schutt und Asche lag und das von allierten Flugzeugen der Royal Air Force entfachte Inferno über 17 000 Tote forderte, war das Rodgebiet weitgehend vom Bombenhagel verschont geblieben. Dort hatte die 1907 gegründete evangelische Weiherberg-Pfarrei (heute Johannesgemeinde) ein Pfarrhaus, aber keine Kirche. Pläne, die seit 1910 vorlagen, wurden nie verwirklicht, so dass die Gottesdien-ste in der Stadtkirche stattfanden, nach Kriegsende in den Wohnräumen von Pfarrer Karl Specht.

Zunächst war an den Erwerb einer Baracke, dann an einen aus Trümmern errichteten Gemeindesaal gedacht worden, für den ein Grundstück an der Göben-/Mathystraße erworben wurde. Hier sollte jedoch in den Jahren 1946 bis 1948 nach Plänen des bedeutenden Architekten Otto Bartning (geboren 1883 in Karlsruhe, gestorben 1959 in Darmstadt) die erste Notkirche entstehen, die zum Vorbild für 46 weitere Notkirchen in kriegszerstörten deutschen Städten wurde. Sie sollen zum Unesco-Weltkulturerbe ernannt werden. Die Otto-Bartning-Arbeitsgemeinschaft Kirchenbau (OBAK) aus Berlin verfolgt dieses ehrgeizige Ziel. Mehr lesen Sie am Samstag in der „Pforzheimer Zeitung“ oder im E-Paper auf PZ-news oder über die Apps auf iPhone/iPad und Android-Smartphones/Tablet-PCs.