Nach einem Auffahrunfall im Tunnel ist die A8 gesperrt.
Meyer
Die A8-Anschlussstelle Pforzheim-Ost ist aktuell gesperrt.
Meyer
Pforzheim
Auffahrunfall mit acht Fahrzeugen in A8-Tunnel: Vollsperrung aufgehoben

Pforzheim. Erneut zu einer Vollsperrung geführt hat am Donnerstagnachmittag ein Unfall in der neuen Lärmschutzeinhausung auf der A8 zwischen Pforzheim-Nord und Pforzheim-Ost. Zusätzlich hat die Polizei auch die Ansschlussstelle Pforzheim-Ost in Fahrtrichtung Karlsruhe gesperrt, damit kein weiterer Verkehr zum Tunnel geleitet wird. 

Wie die Polizei meldet, seien acht Fahrzeuge in den Unfall involviert. Außerdem würden Betriebsstoffe auslaufen. Die Bergungs- und Reinigungsarbeiten könnten noch bis in die Abendstunden andauern, heißt es weiter. Es sei ein klassischer Auffahrunfall mit Kettenreaktion, heißt es vor Ort von den Beamten. Aus Sicherheitsgründen müsse der Tunnel immer komplett gesperrt werden. Bereits heute zum zweiten Mal.

Kurz nach 16 Uhr vermeldet die Pforzheimer Polizei gute Nachrichten: Man habe keine Kenntnis von verletzten Personen infolge des Unfalls. Gegen 16.30 Uhr gibt sie dann bekannt, die Fahrbahn in Richtung Karlsruhe sei wieder frei.

Zwei Fahrzeuge seien jedoch derart verkeilt, dass ein Kran benötigt werde. Die Richtungsfahrbahn Stuttgart könne deshalb vorerst nicht freigegeben werden. Die Bergungsarbeiten seinen auch gegen 18 Uhr noch in vollem Gange. Man könne jedoch keine Prognose abgeben, wann die Fahrbahn wieder frei sei.

Eien halbe Stunde später dann die positive Überraschung: Die Bergungsarbeiten sind abgeschlossen und die zweite Fahrbahn freigegeben. In beide Richtung müsse man jedoch weiterhin mit Stau rechnen, gibt die Polizei bekannt.

Hinweisen der PZ zufolge seien nach einer knapp zwei Stunden andauernden Sperrung mehrere Fahrzeuge, die Richtung Stuttgart unterwegs waren, rückwärts die Auffahrt bei Pforzheim-West wieder heruntergefahren.

Und auch die Polizei selbst berichtet von "unschöne Szenen" vor Ort. Einige vor der Unfallstelle hätten sich auf allen drei Fahrstreifen LKW aneinandergereiht, wodurch das Bilden einer Rettungsgasse unmöglich gewesen sei.

Die dritte Sperrung in kurzer Zeit

Erst am Freitag ist es dort zu einem Auffahrunfall gekommen. Da sowohl der Verkehr in Richtung Stuttgart, als auch in Richtung Karlsruhe aktuell durch eine Tunnelseite geleitet werden, mussten auch am Freitag alle Fahrspuren gesperrt werden.

Einen Tag zuvor wurde der Tunnel am Nachmittag ebenfalls wegen eines Auffahrunfalls gesperrt. Das sorgte für Verkehrschaos in der Pforzheimer Innenstadt. 

Schweickert fordert Untersuchung gehäufter Unfälle in Lärmschutzeinhausung

In einer Pressemitteilung teilt der FDP-Enzkreisabgeordnete Erik Schweickert mit, er fordere mit Blick auf die gehäuften Unfälle in der neuen Lärmschutzeinhausung der A 8 eine Untersuchung der Unfallursachen und gegebenenfalls zusätzliche Maßnahmen zur Unfallvermeidung.

„Dass es innerhalb einer Woche mehrfach Auffahrunfälle im Tunnel gab, ist auffällig. Deswegen muss man sich die Ursachen noch einmal anschauen und Maßnahmen ergreifen und seien es nur entsprechende Warntafeln“,

so Schweickert.

Bereits nach den Unfällen in der vergangenen Woche habe sich der Landtagsabgeordnete an die Direktion Südwest der Autobahn GmbH gewandt, heißt es in der Mitteilung. Deren Direktorin, Christine Baur-Fewson, habe ihm daraufhin das Rettungskonzept, das eine Vollsperrung des Tunnels bei einem Unfall vorsehe, erläutert und darauf hingewiesen, dass die Verkehrsführung den Vorgaben entspreche und zudem deutlich geradliniger sei als vor der Freigabe der Einhausung. Das Konzept sei außerdem mit der Polizei, den Rettungsdiensten und der Straßenverkehrsbehörde abgestimmt.