Faust-im-dunkeln

Aus Rangelei am "Leo" wird eine blutige Schlägerei am Waisenhausplatz

Pforzheim. Die verstärkte Polizeipräsenz am Leopoldplatz in Pforzheim scheint zu wirken. Am Montagabend um 18.30 Uhr soll es am Leo nach vorangegangenen Beleidigungen zu einer Rangelei zwischen einem 17 und einem 22 Jahre alten Syrer gekommen sein. Doch die früher an dieser Stelle aus solch einem Anlass schnell entstandene Massenschlägerei blieb aus. Dafür hatten sich die beiden Kontrahenten zu einem Treffen auf der Rasenfläche hinter dem Waisenhausplatz verabredet. Und das endete für den 17-Jährigen mit einer blutenden Kopfwunde.

Um 19.50 Uhr soll der 22-Jährige seinen jüngeren Gegner angerufen haben, um das Treffen am Waisenhausplatz vorzuschlagen. Als der 17-Jährige dort eintraf, sollen unvermittelt sechs bis sieben Personen auf ihn losgegangen sein. Einer der Personen dürfte mit einem Stock auf den Kopf des 17-Jährigen geschlagen haben. Es könnte sich nach Aussagen der Polizei um einen Schlagstock gehandelt haben, der eventuell von dem 22-Jährigen oder einem 17-Jährigen geführt wurde. Wegen des Einsatzes einer Hiebwaffe ermittelt die Polizei wegen gefährlicher Körperverletzung.

Im Zuge der sofort eingeleiteten Fahndungsmaßnahmen konnten durch Beamte des Polizeireviers Pforzheim-Nord und den im Innenstadtbereich eingesetzten Unterstützungskräften drei Personen vorläufig festgenommen werden: ein 16-jähriger Iraker, ein 17-jähriger Syrer und der 22-Jährige, der das Treffen am Waisenhausplatz angezettelt haben soll. Zudem wurden die Personalien acht weiterer Personen erhoben, die möglicherweise ebenfalls an der körperlichen Auseinandersetzung beteiligt waren. Vier dieser acht möglichen Zeugen wurden in Pforzheim geboren, von den anderen vier kontrollierten Personen waren zwei Iraker, einer Syrer und einer Rumäne.

Der auf den Kopf geschlagene 17-Jährige wurde mit seiner Kopfwunde zur medizinischen Untersuchung in ein Krankenhaus gebracht.

Die Hintergründe der Tat sind noch unklar. Es könnte sich um eine rein private Auseinandersetzung zweier Hitzköpfe gehandelt haben. Kurios ist der Nationalitätenmix unter den möglichen Beteiligten. Die weiteren Ermittlungen hat das Haus des Jugendrechts übernommen. Hinweise zum Tatgeschehen werden unter Telefon (07231) 186-3211 durch das Polizeirevier Pforzheim-Nord entgegengenommen.